Gold durchbricht 5.000-Dollar-Marke während Asien-Börsen gegen Wall-Street-Trend steigen
Edelmetall erreicht historisches Niveau, während asiatische Märkte trotz US-Tech-Schwäche zulegen

Der Goldpreis hat am Mittwoch eine bedeutende psychologische Schwelle überschritten und kletterte erstmals über die Marke von 5.000 US-Dollar pro Unze. Der Kassapreis für das Edelmetall stieg um mehr als 1 Prozent auf 5.002 Dollar, während Silber um 0,69 Prozent auf 85,70 Dollar pro Unze zulegte. Die Flucht in sichere Häfen setzt sich damit den zweiten Tag in Folge fort.
Parallel dazu zeigten sich die asiatisch-pazifischen Aktienmärkte weitgehend widerstandsfähig und koppelten sich von der schwachen Wall-Street-Performance ab. Südkoreas Kospi führte die Gewinner mit einem Plus von 1,57 Prozent auf 5.317,1 Punkte an, während der Nebenwerte-Index Kosdaq um 0,45 Prozent auf 1.149,43 Punkte kletterte. Australiens S&P/ASX 200 drehte ins Plus und gewann 0,8 Prozent auf 8.927,8 Punkte. In Hongkong legte der Hang Seng Index um 0,42 Prozent zu, der Festland-Index CSI 300 stieg um 0,76 Prozent.
Eine Ausnahme bildete Japan: Der Nikkei 225 gab um 0,78 Prozent nach, belastet durch deutliche Verluste im Technologiesektor. Der Chiphersteller Lasertec brach um 7 Prozent ein, Spielehersteller Konami Group verlor 5,8 Prozent und Tokyo Electron, ein Schwergewicht bei Halbleiterausrüstung, verzeichnete ein Minus von 3,2 Prozent.
Technologiesektor unter Druck
Besonders hart traf es Nintendo-Aktien, die um mehr als 9 Prozent abstürzten, obwohl das Unternehmen seine Jahresumsatzprognose für die Switch 2-Konsole bestätigte. Investoren sorgen sich um einen beispiellosen Anstieg der Speicherpreise, einer Schlüsselkomponente der Konsolen, der die Margen des Gaming-Riesen belasten könnte.
Die Befürchtungen vor einer KI-getriebenen Disruption im Softwarebereich schwappten von der Wall Street nach Asien über. Japanische Softwareunternehmen führten die Verluste in der Region an: TIS, ein bedeutender IT-Dienstleister und Systemintegrator, stürzte um über 15 Prozent ab. Trend Micro verlor mehr als 8 Prozent, NS Solutions gab fast 7 Prozent nach.
Wall Street mit gemischten Signalen
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Zur AktienanalyseAn der Wall Street hatte der S&P 500 am Vortag um 0,84 Prozent auf 6.917,81 Punkte nachgegeben, während Investoren aus Technologiewerten in konjunktursensitivere Aktien umschichteten. Der Nasdaq Composite verlor deutliche 1,43 Prozent und schloss bei 23.255,19 Punkten. Der Dow Jones Industrial Average gab um 166,67 Punkte oder 0,34 Prozent auf 49.240,99 Punkte nach, nachdem er zuvor mit 49.653,13 Punkten ein neues Allzeithoch erreicht hatte.
Die meisten Mitglieder der "Glorreichen Sieben" verzeichneten Verluste: Microsoft und Meta Platforms fielen um mehr als 2 Prozent, Apple schloss leicht niedriger. Besonders Nvidia setzte seinen Negativtrend fort - die KI-Leitaktie brach um fast 3 Prozent ein und weitete damit ihre Jahresverluste aus. Softwareaktien setzten ihren Absturz fort, wobei ServiceNow und Salesforce jeweils um fast 7 Prozent nachgaben.


