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Gold durchbricht 5.200-Dollar-Marke: Dollar-Schwäche treibt Rallye

Der Goldpreis erreicht neue Rekordhöhen über 5.260 Dollar pro Unze. Auslöser ist der schwächelnde US-Dollar nach Trumps Äußerungen zur Währungspolitik.

Gold durchbricht 5.200-Dollar-Marke: Dollar-Schwäche treibt Rallye

Der Goldpreis hat seine beeindruckende Rallye fortgesetzt und am Dienstag ein neues Allzeithoch markiert. Der Kassapreis für das Edelmetall stieg um 1,4 Prozent auf 5.262,66 Dollar je Feinunze, nachdem zuvor ein Rekordwert von 5.266,37 Dollar erreicht wurde. Seit Jahresbeginn verzeichnet Gold damit einen Wertzuwachs von mehr als 20 Prozent.

Dollar-Schwäche als Haupttreiber

Als Hauptgrund für den Goldanstieg gilt die inverse Korrelation zum US-Dollar, der nahe Vierjahrestiefs notiert. "Der Goldanstieg ist auf die sehr starke indirekte Korrelation mit dem Dollar zurückzuführen", erklärt Kelvin Wong, Leitender Marktanalyst bei OANDA. Besonders Präsident Trumps jüngste Äußerungen zur Währungspolitik hätten die Dollar-Schwäche verstärkt. Trump bezeichnete den aktuellen Dollar-Wert als "großartig", was Marktteilnehmer als Signal für einen künftig schwächeren Greenback interpretierten.

Der US-Dollar kämpft derzeit mit einer "Vertrauenskrise". Zusätzlichen Druck erzeugten schwache Wirtschaftsdaten: Das US-Verbrauchervertrauen sank im Januar auf den niedrigsten Stand seit über elfeinhalb Jahren. Sorgen über einen trägen Arbeitsmarkt und anhaltend hohe Preise belasten die Konsumentenstimmung.

Fed-Entscheidung im Fokus

Die Märkte richten ihren Blick nun auf die US-Notenbank Federal Reserve. Allgemein wird erwartet, dass die Fed auf ihrer aktuellen geldpolitischen Sitzung die Zinsen unverändert lässt. Trump kündigte an, bald seine Wahl für den Fed-Vorsitz bekannt zu geben und prognostizierte sinkende Zinsen unter der neuen Führung. "Angesichts der Spannungen zwischen den Mandaten der Fed und dem Weißen Haus positionieren sich die Märkte defensiv", analysiert Ilya Spivak von Tastylive.

Weitere Kursgewinne erwartet

Analysten sehen weiteres Aufwärtspotenzial für das Edelmetall. Die Deutsche Bank prognostiziert einen Goldpreis von 6.000 Dollar pro Unze bis 2026. Als Gründe nennt die Bank anhaltende Investitionsnachfrage, da Zentralbanken und Anleger ihre Allokationen in Nicht-Dollar-Vermögenswerte erhöhen. Der kurzfristige Widerstand liegt laut Wong bei etwa 5.240 Dollar je Unze.

Edelmetall-Boom auf breiter Front

Auch andere Edelmetalle profitieren von der aktuellen Marktdynamik. Silber stieg um 2 Prozent auf 115,40 Dollar pro Unze, nachdem am Montag ein Rekordhoch von 117,69 Dollar erreicht wurde. Das weiße Metall hat in diesem Jahr bereits fast 60 Prozent zugelegt. Platin verteuerte sich um 1,7 Prozent auf 2.685,16 Dollar, während Palladium um 0,7 Prozent auf 1.946,75 Dollar kletterte.

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