Gold erholt sich nach Kurseinbruch – Australischer Dollar steigt nach Zinserhöhung
Beruhigung an den Märkten nach heftigen Schwankungen. US-Indien-Zollabkommen hebt Stimmung.

Nach den heftigen Turbulenzen der vergangenen Tage zeigen sich die Märkte am Dienstag von ihrer stabileren Seite. Gold erholte sich in Asien um 3 Prozent auf 4.820 Dollar je Unze, während asiatische Aktien deutliche Gewinne verzeichneten. Japans Nikkei sprang um 4 Prozent nach oben und machte damit die Verluste vom Montag vollständig wett. Südkoreas KOSPI legte sogar um 5 Prozent zu.
Die Beruhigung folgt auf extreme Verwerfungen an den Metallmärkten, die durch die Nominierung von Kevin Warsh als künftiger Fed-Chef ausgelöst wurden. Warsh gilt als Befürworter einer Schrumpfung der Fed-Bilanz, was die Anleiherenditen nach oben treiben würde – ein negativer Faktor für Edelmetalle. Der darauffolgende Preissturz bei Gold und Silber führte zur Auflösung gehebelter Positionen und sandte Schockwellen durch die globalen Märkte.
Silber notierte am Dienstag 5 Prozent höher bei 83,34 Dollar je Unze und erholte sich damit ebenfalls von den Tiefstständen. Marktteilnehmer zeigen sich jedoch vorsichtig. "Es wird lange dauern, bis sie wieder eine Bullen- oder Bärenposition aufbauen können", erklärte Steven Leung vom Brokerhaus UOB Kay Hian in Hongkong.
Australische Zentralbank hebt Zinsen an
Den Australischen Dollar trieb eine überraschend deutliche Zinserhöhung um etwa 1 Prozent nach oben, über die Marke von 70 US-Cents. Die Reserve Bank of Australia hob den Leitzins einstimmig um 25 Basispunkte auf 3,85 Prozent an. Damit schließt sich Australien Japan als einzige entwickelte Volkswirtschaft an, die ihre Geldpolitik strafft.
Als Begründung nannte die Notenbank eine über dem Ziel liegende Inflation und einen angespannten Arbeitsmarkt. Die Märkte hatten den Schritt zwar größtenteils antizipiert, preisen nun jedoch bereits eine weitere Zinserhöhung im Mai ein.
US-Indien-Zollabkommen sorgt für Optimismus
Positive Impulse kamen von einem Handelsabkommen zwischen den USA und Indien. US-Präsident Donald Trump kündigte an, die Zölle auf indische Waren von 50 auf 18 Prozent zu senken. Im Gegenzug verpflichtet sich Neu-Delhi, russische Ölkäufe einzustellen und Handelshemmnisse abzubauen. Der indische Rupie und indische Aktien reagierten mit deutlichen Kursgewinnen.
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Zur AktienanalyseAn den Devisenmärkten fand der Dollar nach dem starken Einbruch der Vorwoche ein Niveau. Der Euro notierte im asiatischen Handel bei 1,1809 Dollar, deutlich unter den Höchstständen von über 1,20 Dollar Ende Januar. Der Yen gab einen Teil seiner jüngsten Gewinne wieder ab und notierte bei 155,41 je Dollar.
Belastung kam hingegen für chinesische Technologiewerte. Spekulationen über eine mögliche Ausweitung von Steuererhöhungen auf Internetgiganten drückten Aktien wie Tencent und Alibaba um mehr als 3 Prozent nach unten. An der Wall Street richten sich die Blicke nun auf die Gewinnberichte von AMD und Super Micro Computer nach Börsenschluss.


