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Gold-Futures erreichen Rekordhoch nach größtem Tagesgewinn seit 2020

März-Kontrakte steigen um 4,4 Prozent auf historische 5.301,60 Dollar je Unze

Gold-Futures erreichen Rekordhoch nach größtem Tagesgewinn seit 2020

Gold-Futures haben am Dienstag den stärksten Tagesgewinn seit vier Jahren verzeichnet und damit ein neues Allzeithoch markiert. Die Terminkontrakte für März-Lieferung kletterten um 4,4 Prozent und schlossen bei einem Rekordwert von 5.301,60 Dollar je Unze. Es war der siebte Gewinntag in Folge für das Edelmetall.

Der prozentuale Anstieg war der größte seit dem 24. März 2020, als die Weltwirtschaft im Zuge der Covid-19-Pandemie weitgehend zum Erliegen kam. Damals suchten Anleger verstärkt nach sicheren Häfen für ihr Kapital. Die aktuelle Rallye knüpft an diese Entwicklung an, wird jedoch von anderen Faktoren getrieben.

Die anhaltende Goldpreisrallye hat ihren Ursprung in den westlichen Sanktionen gegen Russland nach der Invasion in die Ukraine im Jahr 2022. Diese geopolitische Zäsur hat das Verhalten von Zentralbanken weltweit grundlegend verändert. Insbesondere Notenbanken in Ländern mit angespannten Beziehungen zum Westen diversifizieren ihre Reserven verstärkt in Richtung Gold.

Flucht aus dem Dollar

Zentralbanken verlagern ihre Reserven zunehmend von auf US-Dollar lautenden Vermögenswerten hin zu physischem Gold. Der entscheidende Vorteil: Gold liegt außerhalb der Reichweite westlicher Sanktionsmechanismen und kann nicht eingefroren oder beschlagnahmt werden. Diese strategische Neuausrichtung der Währungsreserven treibt die Nachfrage nach dem Edelmetall auf ein beispielloses Niveau.

Die Entwicklung zeigt sich auch in den Lagerhäusern großer Goldproduzenten wie der Perth Mint Raffinerie in Australien, wo Kilogramm-Goldbarren für die weltweite Auslieferung gestapelt werden. Die Nachfrage nach physischem Gold hat sich deutlich intensiviert.

Ausblick für Anleger

Für deutsche Privatanleger bedeutet das Rekordhoch bei Gold sowohl Chance als auch Herausforderung. Einerseits bestätigt es die Rolle des Edelmetalls als Krisenwährung und Inflationsschutz. Andererseits stellt sich bei historischen Höchstständen stets die Frage nach dem richtigen Einstiegszeitpunkt. Experten raten zu einer ausgewogenen Portfoliobeimischung von 5 bis 10 Prozent Gold, unabhängig vom aktuellen Preisniveau.

Die Serie von sieben aufeinanderfolgenden Gewinntagen unterstreicht die Stärke des aktuellen Trends. Ob die Rallye weiter anhält, hängt maßgeblich von der geopolitischen Entwicklung und dem Verhalten der Zentralbanken ab.

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