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Gold Reserve will Konkurrenzangebot im Citgo-Verfahren stoppen

Siemens Energy unterstützt Antrag gegen Elliott-Tochter Amber Energy

Gold Reserve will Konkurrenzangebot im Citgo-Verfahren stoppen

Gold Reserve hat bei einem Gericht im US-Bundesstaat Delaware beantragt, ein konkurrierendes Angebot des Hedgefonds Elliott Investment Management im Bieterverfahren um die Muttergesellschaft des venezolanischen Ölkonzerns Citgo Petroleum für ungültig zu erklären. In dem Antrag heißt es, das von der Elliott-Tochter Amber Energy eingereichte Angebot stehe im Widerspruch zu bestehenden Gerichtsauflagen und verletze die festgelegten Bietregeln.

Der zuständige Gerichtsoffizier hatte Anfang August entschieden, dass das Angebot von Amber in Höhe von 5,86 Milliarden Dollar als bestes Gebot zu bewerten sei. Noch im Juli war er jedoch zu der Einschätzung gekommen, dass ein Gebot von 7,4 Milliarden Dollar durch ein Konsortium unter Führung der Gold-Reserve-Tochter Dalinar Energy vorteilhafter sei. Nun muss der Offizier bis Freitag eine neue Empfehlung vorlegen, über die Richter Leonard Stark im kommenden Monat entscheiden wird.

Gold Reserve erklärte in seiner Eingabe, die Neubewertung begünstige ein niedrigeres Angebot und gefährde damit die Interessen der Gläubiger, die im Rahmen des Verfahrens Ansprüche gegenüber Venezuela geltend machen. Konkret sei das aktuelle Vorgehen geeignet, die Gläubiger um rund 1,5 Milliarden Dollar schlechter zu stellen, verglichen mit dem ursprünglichen Angebot von Dalinar Energy in Höhe von 7,382 Milliarden Dollar. Das kanadische Unternehmen Gold Reserve hatte nach der Enteignung seiner Minenprojekte in Venezuela juristische und schiedsgerichtliche Ansprüche geltend gemacht und ist daher sowohl als Bieter als auch als Gläubiger in dem Verfahren beteiligt.

Auch Siemens Energy schloss sich der Position von Gold Reserve an und beantragte ebenfalls, das Angebot von Amber Energy nicht zuzulassen. In einem separaten Gerichtsdokument wurde bestätigt, dass der deutsche Energiekonzern das Vorgehen unterstützt. Amber hatte in seinem Gebot zudem eine Regelung vorgeschlagen, die eine Einigung mit Inhabern einer ausgefallenen venezolanischen Staatsanleihe vorsieht. Dadurch würde ein Anspruch in Höhe von 2,86 Milliarden Dollar aufgehoben.

Bereits im August hatten die Anwälte von Gold Reserve darauf hingewiesen, dass das Angebot von Amber nach ihrer Auffassung nicht alle Bedingungen des Bieterverfahrens erfülle. Mit der nun eingereichten Motion to Strike wollen die Anwälte erreichen, dass der betreffende Vorschlag aus dem Verfahren entfernt wird. In diesem Kontext bedeutet eine Motion to Strike nicht die Aufhebung des gesamten Auktionsprozesses, sondern die gezielte Anfechtung einzelner Angebote.

Die komplexe Auktion, die der Begleichung von Forderungen von insgesamt 15 Gläubigern dient, war zu Jahresbeginn erneut gestartet worden. Sie bezieht sich auf Schulden und Entschädigungsforderungen infolge von Enteignungen durch den venezolanischen Staat und die staatliche Ölgesellschaft PDVSA. Bereits im vergangenen Jahr hatte ein Bieterverfahren, an dem auch Amber beteiligt war, ohne Ergebnis geendet, da mehrere Gläubiger Einsprüche erhoben hatten.

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