Gold über 5.000 Dollar: Edelmetalle erholen sich nach turbulenter Woche
Die Edelmetallmärkte zeigen sich am Montag von ihrer stabilen Seite: Gold klettert über die Marke von 5.000 US-Dollar, während Silber mit einem kräftigen Plus von fast 6 Prozent aufwartet. Nach den heftigen Kursturbulenzen der Vorwoche beruhigt sich die L

Gold notiert am Montag bei 5.055,90 US-Dollar pro Unze und verzeichnet damit ein Plus von 1,9 Prozent. Die Gold-Futures für April kletterten sogar um 2 Prozent auf 5.081,49 US-Dollar. Besonders bemerkenswert entwickelt sich Silber: Der Spotpreis schoss um 5,9 Prozent auf 82,55 US-Dollar pro Unze nach oben und erholt sich damit deutlich von den Tiefstständen nahe 60 US-Dollar der Vorwoche.
Fed-Nominierung löst Verkaufswelle aus
Die vergangene Woche hatte die Edelmetallmärkte in heftige Turbulenzen gestürzt. Auslöser war die Nominierung von Kevin Warsh als neuer Fed-Vorsitzender durch Präsident Donald Trump. Die Ankündigung ließ den US-Dollar erstarken und löste eine massive Verkaufswelle bei Gold und Silber aus. Händler nutzten die Gelegenheit, um nach den starken Kursgewinnen der vergangenen Monate Gewinne mitzunehmen.
Trotz der jüngsten Korrektur bleiben die Jahresperformances beeindruckend: Gold liegt 2026 bislang 15 Prozent im Plus, Silber verzeichnet ein Plus von 5 Prozent. Beide Edelmetalle waren Anfang Februar von ihren Rekordhochs eingebrochen, notieren aber weiterhin auf historisch hohem Niveau. Gold liegt aktuell etwa 600 US-Dollar unter seinem jüngsten Allzeithoch.
Chinesische Zentralbank kauft weiter Gold
Institutionelle Anleger halten trotz der Volatilität an Gold fest. "Große institutionelle Anleger betrachten Gold trotz des jüngsten Ausverkaufs weiterhin als attraktives Investment", so die Analysten der ANZ. Besonders aufschlussreich: Die chinesische Zentralbank PBOC kaufte im Januar den fünfzehnten Monat in Folge Gold. Die Goldbestände stiegen auf 74,19 Millionen Feinunzen.
Die PBOC führt damit eine weltweite Welle von Goldkäufen durch Zentralbanken an. Hintergrund ist die zunehmende Unsicherheit über ausufernde Staatsausgaben in den Industrieländern. Diese Sorgen verstärkten sich am Wochenende durch die Wahl in Japan, wo Premierministerin Sanae Takaichi einen klaren Sieg errang – ein Signal für künftig höhere Staatsausgaben.
Entspannung im Iran-Konflikt
Die Safe-Haven-Nachfrage nach Edelmetallen kühlte sich zuletzt ab, nachdem die USA und der Iran am Wochenende Fortschritte bei Gesprächen erzielten. Beide Seiten sagten zu, die Verhandlungen über Teherans nukleare Ambitionen fortzusetzen. Dies reduzierte die geopolitischen Risikoprämien an den Edelmetallmärkten.
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Zur AktienanalyseWichtige Wirtschaftsdaten stehen an
In dieser Woche richten sich alle Blicke auf wichtige Konjunkturdaten aus den USA und China. Am Mittwoch werden die US-Arbeitsmarktdaten veröffentlicht, am Freitag folgen die Inflationszahlen. Diese Daten dürften die Zinspläne der Fed maßgeblich beeinflussen und damit auch die weitere Entwicklung der Edelmetallpreise. Die anhaltende Unsicherheit über die langfristige Geldpolitik hatte den Dollar zuletzt gestützt und die Metallpreise belastet.
Auch aus China werden am Freitag wichtige Verbraucherpreisdaten erwartet. Diese könnten Aufschluss über weitere Konjunkturmaßnahmen der chinesischen Regierung geben – ein wichtiger Faktor für die Edelmetallnachfrage aus dem Reich der Mitte.

