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Gold und Silber erleben historischen Crash: Größter Tagesverlust seit 40 Jahren

Edelmetall-Rally endet abrupt mit dramatischen Kurseinbrüchen bei Silber, Gold und Platin nach Fed-Personalien

Gold und Silber erleben historischen Crash: Größter Tagesverlust seit 40 Jahren

Die spektakuläre Rally bei Edelmetallen ist am Freitag jäh zu Ende gegangen. Silber und Gold verzeichneten ihre größten Tagesverluste seit mehr als vier Jahrzehnten, nachdem die Preise zuvor Rekordniveaus erreicht hatten. Der plötzliche Einbruch traf Investoren von der Wall Street bis hin zu Privatanlegern völlig unerwartet.

Silber-Futures brachen um dramatische 31 Prozent ein, nachdem sie im Oktober ein 45 Jahre altes Rekordhoch überschritten und sich anschließend mehr als verdoppelt hatten. Gold-Futures, die erstmals über 5.000 US-Dollar pro Feinunze gestiegen waren, verloren 11 Prozent an Wert. Auch Platin und Palladium mussten Einbußen von jeweils mehr als 15 Prozent hinnehmen.

Selbst Kupfer, das primär in der Elektronik und im Baugewerbe Verwendung findet und weniger als Wertaufbewahrungsmittel dient, wurde vom Ausverkauf erfasst. Die Kupfer-Futures gaben um 4,5 Prozent nach, was das Ausmaß der Verunsicherung an den Rohstoffmärkten verdeutlicht.

Warsh-Nominierung als Auslöser

Der Wendepunkt kam am späten Donnerstagabend, als Nachrichtenagenturen berichteten, dass Präsident Trump Kevin Warsh zum nächsten Vorsitzenden der Federal Reserve nominieren wolle. Warsh, ein ehemaliger Gouverneur der US-Notenbank, gilt bei Investoren als Inflationsfalke, dessen Ernennung auf eine straffere Geldpolitik und einen stärkeren Dollar hindeutet.

Der US-Dollar legte daraufhin gegenüber anderen Währungen deutlich zu und verzeichnete seinen besten Tag seit Mai. Bis zum Mittag in New York befanden sich die Metallpreise bereits im freien Fall. Die Warsh-Nachricht wirkte wie ein Katalysator für massive Gewinnmitnahmen.

Überhitzte Märkte als Ursache

Analysten sehen in dem extremen Ausmaß der Rückgänge die Folge eines zuvor überhitzten Marktes. Der frenetische Kaufrausch hatte die Preise weit über das Niveau getrieben, das durch fundamentale Marktbedingungen gerechtfertigt gewesen wäre. Die Erwartung einer stabileren Geldpolitik unter Warsh führte zu einer abrupten Neubewertung der Edelmetall-Investments.

Für deutsche Anleger, die in den vergangenen Monaten verstärkt in Gold und Silber investiert hatten, bedeutet der Crash erhebliche Verluste. Die Volatilität unterstreicht die Risiken bei Rohstoff-Investments, insbesondere nach längeren Aufwärtstrends. Experten raten zu einer diversifizierten Anlagestrategie und warnen vor übereilten Reaktionen auf kurzfristige Marktbewegungen.

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