Golden Pass LNG beantragt Re-Exportgenehmigung
Anlage vor Produktionsstart – Bauverzögerungen und Milliardenkosten belasten das Projekt

Die Betreiber des Golden-Pass-LNG-Terminals in Texas, ein Gemeinschaftsunternehmen von Exxon Mobil und QatarEnergy, haben bei den US-Behörden eine Genehmigung zur Wiederausfuhr von Flüssigerdgas beantragt. Der Antrag bezieht sich auf den Zeitraum ab dem 1. Oktober und steht im Zusammenhang mit dem nahenden Produktionsstart der Anlage, die sich weiterhin im Bau befindet.
Das Unternehmen plant, eine Lieferung von Flüssigerdgas zu importieren, um damit die Exportanlage herunterzukühlen – ein technischer Vorgang, der in der Regel den letzten Schritt vor dem Beginn der LNG-Produktion darstellt. Der Kühlvorgang ist notwendig, um die Infrastruktur des Werks auf die Verarbeitung von verflüssigtem Erdgas vorzubereiten.
Golden Pass errichtet derzeit eine Exportanlage mit einer jährlichen Kapazität von 18 Millionen Tonnen LNG in Sabine Pass im Bundesstaat Texas. Die Fertigstellung des Projekts ist für später im Jahr geplant. Trotz des Fortschritts wurde der Zeitplan durch zahlreiche Probleme überschritten, das Vorhaben gilt als verspätet und kostenintensiv.
Im März 2024 meldete der damalige Hauptauftragnehmer Zachry Holdings Insolvenz an. Das Unternehmen bezifferte die Budgetüberschreitung zu diesem Zeitpunkt auf mindestens 2,4 Milliarden US-Dollar. In der Folge wurde Zachry durch McDermott International als neuer Hauptauftragnehmer für den ersten der drei geplanten LNG-Züge ersetzt. Parallel laufen derzeit Verhandlungen darüber, ob McDermott auch die Verantwortung für die beiden weiteren Produktionseinheiten übernehmen wird.
Lesen Sie alles zur aktuellen Aktie der Stunde
Erfahren Sie, worum es geht und warum sich ein genauer Blick jetzt lohnt.
Zur AktienanalyseMit dem Beginn der Exporte könnte Golden Pass zum neunten LNG-Exporteur in den Vereinigten Staaten werden. Die USA sind weltweit führend bei der Ausfuhr von Flüssigerdgas und erweitern kontinuierlich ihre Infrastruktur, um der wachsenden Nachfrage auf dem Weltmarkt gerecht zu werden.

