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Goldman Sachs: Dollar-Positionierung erreicht wieder neutrales Niveau

Laut Goldman-Sachs-Optionsmarktdaten hat die taktische Dollar-Positionierung eine bemerkenswerte Kehrtwende vollzogen.

Goldman Sachs: Dollar-Positionierung erreicht wieder neutrales Niveau

Die taktische Positionierung im US-Dollar hat sich in den vergangenen Tagen auf ein nahezu neutrales Niveau verschoben. Das geht aus Daten zur Preisgestaltung am Optionsmarkt hervor, die Goldman Sachs ausgewertet hat. Das auf dem Skew basierende Positionierungsmaß zeigt dabei eine deutliche Reduzierung der Dollar-Positionen an.

Diese Entwicklung stellt eine bemerkenswerte Abkehr von früheren Trends dar. Die Verschiebung steht im Einklang mit der nahezu vollständigen Round-Trip-Bewegung des handelsgewichteten US-Dollars auf Kassabasis – und zwar seit Beginn des Nahostkonflikts. Der Dollar hat damit in etwa wieder das Niveau erreicht, das er vor Ausbruch des Konflikts innehatte.

Positionierung über G10-Paare hinweg neutralisiert

Über die G10-Dollar-Paare hinweg hat sich die Positionierung in Richtung eines neutraleren Bereichs bewegt. Die Daten deuten auf verbleibende Netto-Short-Positionen in den skandinavischen Währungen hin – also in der norwegischen Krone und der schwedischen Krone. Bei anderen Währungspaaren weist die gerichtete Positionierung laut Goldman Sachs keine Abweichung von mehr als 0,3 Standardabweichungen auf, was auf eine weitgehend ausgeglichene Marktlage hindeutet.

In den jüngsten Handelssitzungen kam es zudem zu Glattstellungen bei optionsbasierten Positionen. Begleitet wurde dies von einer breit angelegten Kompression der sogenannten At-the-money-Volatilität – also der impliziten Volatilität von Optionen, die genau am aktuellen Marktpreis notieren. Bei mehreren wichtigen Währungen, darunter der japanische Yen und das britische Pfund, wurde die Volatilität auf Niveaus unterhalb derer vom 27. Februar neu bewertet.

Optionsmarkt preist große Verschiebungen für 2026 ein

Trotz der aktuellen Beruhigung bleibt der Blick nach vorne interessant: Die Preisgestaltung am Optionsmarkt spiegelt weiterhin große Verschiebungen in der Dollar-Positionierung im Jahr 2026 wider. Diese erwarteten Bewegungen fallen im Vergleich zu den tatsächlichen Schwankungen des Jahres 2025 besonders ins Gewicht und deuten darauf hin, dass Marktteilnehmer mittelfristig mit erheblichen Veränderungen rechnen.

Trotz der allgemeinen Neutralisierung der taktischen Positionierung bleibt eine Differenzierung zwischen den einzelnen Dollar-Paaren bestehen. Als Grundlage dafür dient die sogenannte Terms-of-Trade-Dimension des aktuellen wirtschaftlichen Schocks – also die relativen Veränderungen in den Austauschverhältnissen zwischen Import- und Exportpreisen der jeweiligen Länder. Diese fundamentale Komponente verhindert eine vollständige Gleichschaltung aller Währungspaare und sorgt weiterhin für unterschiedliche Bewertungsdynamiken am Devisenmarkt.

Für deutsche Anleger und Unternehmen mit internationaler Ausrichtung ist die Entwicklung des US-Dollars von besonderer Bedeutung, da der Euro-Dollar-Kurs direkten Einfluss auf Exporterlöse, Importkosten und die Bewertung von US-Anlagen hat. Die aktuelle Neutralisierung der Positionierung signalisiert, dass der Markt vorerst keine klare Richtungswette auf den Dollar eingeht.

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