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Goldman Sachs erzielt Rekordergebnis im Banking und Trading

Starke Transaktionsaktivitäten und volatile Märkte treiben den Gewinn der US-Investmentbank im ersten Quartal auf ein Allzeithoch.

Goldman Sachs erzielt Rekordergebnis im Banking und Trading

Goldman Sachs hat im ersten Quartal 2026 ein außergewöhnliches Ergebnis erzielt. Der Gewinn der US-Investmentbank stieg um 19% auf 5,63 Milliarden US-Dollar, was einem Gewinn je Aktie von 17,55 Dollar entspricht. Analysten hatten laut FactSet lediglich 16,47 Dollar je Aktie erwartet – Goldman Sachs übertraf diese Prognose damit deutlich.

Auch beim Umsatz legte die Bank kräftig zu: Die Erlöse kletterten um 14% auf 17,23 Milliarden Dollar, verglichen mit 15,06 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Treiber des Wachstums war vor allem die Kernsparte Banking & Markets, die mit einem Umsatz von 12,74 Milliarden Dollar ein Allzeithoch verzeichnete.

Investmentbanking und Marktgeschäft als Wachstumsmotoren

Besonders stark entwickelte sich das Investmentbanking: Die Gebühren in diesem Bereich sprangen um 48% auf 2,84 Milliarden Dollar. Das Marktgeschäft – also der Handel mit Aktien, Anleihen und Derivaten für Kunden – legte ebenfalls zu und erzielte Erträge von 9,34 Milliarden Dollar, ein Plus von 9% gegenüber dem Vorjahr.

Die volatile Lage an den Finanzmärkten spielte Goldman Sachs dabei in die Karten. Wenn Kurse stark schwanken, schichten institutionelle Anleger ihre Portfolios um – und beauftragen dafür Banken wie Goldman Sachs als Vermittler, was entsprechende Handelsgebühren generiert. Gleichzeitig profitierte die Bank von einer wachsenden Wirtschaft und massiven Investitionen in künstliche Intelligenz, die im ersten Quartal zu einer Flut von Geschäftsabschlüssen beitrugen.

Zweitbestes Quartal in der Geschichte von Goldman Sachs

Das Ergebnis ist historisch einzuordnen: Es war das zweitbeste Quartal in der Unternehmensgeschichte von Goldman Sachs, gemessen an Gesamtgewinn und Umsatz. Übertroffen wird es nur vom ersten Quartal 2021, als die wirtschaftliche Erholung nach der Covid-19-Pandemie die Ergebnisse beflügelte.

Für die kommenden Quartale zeigt sich die Branche optimistisch. Banken erwarten höhere Gebühren aus dem Transaktionsgeschäft, da Private-Equity-Gesellschaften eine Rekordzahl an Portfoliounternehmen verkaufen oder an die Börse bringen wollen. Auch mehrere große Technologieunternehmen streben einen Börsengang an, darunter SpaceX und Anthropic – potenzielle Großmandate für Investmentbanken wie Goldman Sachs.

Zusätzlichen Rückenwind liefern neue Regulierungen, die mehr Kapital freisetzen. Dieses können Banken für eine verstärkte Kreditvergabe oder für Aktienrückkäufe einsetzen – beides Maßnahmen, die Aktionäre in der Regel positiv aufnehmen. Für deutsche Anleger, die in US-Bankaktien investiert sind, unterstreicht das Ergebnis die anhaltende Stärke des amerikanischen Investmentbankings in einem dynamischen Marktumfeld.

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