ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Goldman-Sachs-Juristin Ruemmler vor US-Kongress zu Epstein-Kontakten

Kathryn Ruemmler, ehemalige Chefjuristin von Goldman Sachs, stellt sich dem Aufsichtsausschuss des US-Repräsentantenhauses zu ihrer Beziehung zu Jeffrey Epstein.

Goldman-Sachs-Juristin Ruemmler vor US-Kongress zu Epstein-Kontakten

Kathryn Ruemmler, die ehemalige Chefjuristin der US-Investmentbank Goldman Sachs, muss sich am Mittwoch einer protokollierten Befragung durch den Aufsichtsausschuss des US-Repräsentantenhauses (House Oversight Committee) stellen. Im Mittelpunkt steht ihre persönliche Beziehung zu dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Die Befragung findet Wochen nach Ruemmlers Rücktritt als Chefjuristin statt, der auf eine erneute öffentliche Prüfung ihres freundschaftlichen E-Mail-Verkehrs mit Epstein folgte.

Trotz ihres angekündigten Rücktritts verlässt Ruemmler Goldman Sachs nicht vollständig. Sie verblieb in einer beratenden Funktion, während das Unternehmen nach einer dauerhaften Nachfolge für sie sucht. Goldman-CEO David Solomon verteidigte diesen Verbleib über den angekündigten Rücktrittstermin Ende Juni hinaus in einem CNBC-Interview am Dienstag. Zuvor hatte Solomon gegenüber CNBC im Februar erklärt, die mediale Beobachtung habe es Ruemmler „erschwert, ihre Arbeit und ihre Verantwortlichkeiten wahrzunehmen", was sie zu dem Schluss geführt habe, dass „es Zeit für einen Rückzug war".

Kontakte zwischen 2014 und 2019 im Fokus

Die Abgeordneten werden Ruemmler voraussichtlich zu ihren Kontakten mit Epstein zwischen 2014 und 2019 befragen. Konkret geht es um Luxusgeschenke, die Epstein ihr schickte, sowie um Ratschläge, die sie ihm im Umgang mit medialer Beobachtung gab. Besonders brisant: Epstein führte nach seiner Verhaftung wegen Vorwürfen des Sexhandels mit Minderjährigen auf Bundesebene im Juli 2019 ein Telefonat mit ihr.

Ruemmler lernte Epstein im Jahr 2014 kennen, als sie als Anwältin für Wirtschaftsstrafrecht bei der Kanzlei Latham & Watkins tätig war. Ihre Sprecherin betonte, Ruemmler habe Epstein nie rechtlich vertreten, jedoch einen gemeinsamen Mandanten mit ihm gehabt. Vom Kongress und dem US-Justizministerium veröffentlichte Dokumente belegen die Luxusgeschenke sowie das Telefonat nach seiner Verhaftung. In einer E-Mail vom März 2019 schlug Ruemmler zudem Formulierungen vor, mit denen Epstein die Kritik an seiner milden Strafmaßvereinbarung aus dem Jahr 2008 zurückweisen könne.

Ruemmler selbst hat erklärt, dass sie es bereue, Epstein gekannt zu haben. Ihr wurde zu keinem Zeitpunkt vorgeworfen, an seinen Verbrechen beteiligt gewesen zu sein. Vor ihrer Tätigkeit in der Privatwirtschaft war Ruemmler als Rechtsberaterin des Weißen Hauses unter dem ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama tätig.

Teil einer umfassenden Kongress-Untersuchung

Ruemmlers freiwillige Befragung ist Teil einer breit angelegten Untersuchung des Aufsichtsausschusses. Das Gremium untersucht Epsteins Verbrechen, den Umgang der US-Bundesbehörden mit seinen Fällen sowie die Frage, wie Epstein und seine Partnerin Ghislaine Maxwell Einfluss in Kreisen mächtiger Persönlichkeiten gewinnen konnten.

Der Ausschuss hat im Rahmen dieser Untersuchung bereits mehrere prominente Persönlichkeiten befragt. Dazu zählen der ehemalige US-Präsident Bill Clinton, Microsoft-Gründer Bill Gates sowie Handelsminister Howard Lutnick. Die Befragung von Ruemmler reiht sich damit in eine Serie hochkarätiger Zeugenaussagen ein, die das Netzwerk rund um Epstein weiter ausleuchten sollen.

Kathryn RuemmlerGoldman SachsJeffrey EpsteinUs-RepräsentantenhausHouse Oversight CommitteeEpstein KongressGoldman Sachs Chefjuristin

Disclaimer