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Goldman Sachs kürt Top-Versorgeraktien für den Rechenzentrum-Stromboom

Die Investmentbank identifiziert sieben Unternehmen, die von explodierender Stromnachfrage durch Rechenzentren profitieren dürften.

Goldman Sachs kürt Top-Versorgeraktien für den Rechenzentrum-Stromboom

Goldman Sachs hat sieben regulierte Versorgungsunternehmen und unabhängige Stromerzeuger identifiziert, die besonders stark von der wachsenden Stromnachfrage durch Rechenzentren profitieren dürften. Die US-Investmentbank hat dabei gleichzeitig ihre Prognose für die weltweite Rechenzentrumskapazität deutlich nach oben korrigiert – ein klares Signal dafür, wie dynamisch sich dieser Markt entwickelt.

Konkret hebt Goldman Sachs die erwartete globale Rechenzentrumskapazität bis zum Jahr 2030 auf 217 Gigawatt (GW) an. Damit übertrifft die neue Schätzung die erst im Februar 2026 veröffentlichte Prognose von 168 GW deutlich. Der Zuwachs gegenüber der damaligen Schätzung beläuft sich auf 49 GW – ein erheblicher Sprung innerhalb kurzer Zeit.

Billionen-Investitionen als Treiber

Besonders bemerkenswert ist das damit verbundene Investitionsvolumen. Laut Goldman Sachs würde die geplante Kapazitätserweiterung Investitionsausgaben von rund 6 Billionen US-Dollar erfordern. Diese Zahl basiert auf der Annahme von 50 Milliarden US-Dollar pro Gigawatt installierter Rechenzentrumsleistung – eine Größenordnung, die den enormen Kapitalbedarf der digitalen Infrastruktur verdeutlicht.

Im Vergleich zum Jahr 2025 entspricht dies einer zusätzlichen Kapazität von 116 GW gegenüber 101 GW. Das bedeutet: Die Welt wird bis 2030 mehr als doppelt so viel Rechenzentrumskapazität benötigen wie heute. Für Versorgungsunternehmen und Stromerzeuger eröffnet sich damit ein struktureller Wachstumsmarkt von historischem Ausmaß.

Warum Versorger im Fokus stehen

Rechenzentren sind extrem energiehungrig. Mit dem globalen Ausbau von Künstlicher Intelligenz, Cloud-Computing und digitalen Diensten steigt der Strombedarf dieser Anlagen exponentiell. Regulierte Versorgungsunternehmen – in Deutschland vergleichbar mit Unternehmen wie E.ON oder RWE – profitieren dabei von langfristigen Lieferverträgen und stabilen regulatorischen Rahmenbedingungen.

Unabhängige Stromerzeuger hingegen können flexibler auf die Nachfrage reagieren und profitieren direkt von steigenden Strompreisen. Goldman Sachs sieht in beiden Segmenten attraktive Investitionsmöglichkeiten, auch wenn die Bank die sieben konkreten Unternehmen in den verfügbaren Informationen nicht namentlich nennt.

Für deutsche Privatanleger ist diese Entwicklung aus mehreren Gründen relevant. Zum einen sind europäische Versorgungsunternehmen zunehmend in den Aufbau digitaler Infrastruktur eingebunden. Zum anderen zeigt die Goldman-Sachs-Analyse, dass der Energiesektor durch die KI-Revolution eine Renaissance erlebt – und damit als Anlageklasse neu bewertet werden muss. Die Kombination aus stabilen Dividenden und strukturellem Wachstum macht Versorgeraktien für viele Investoren besonders attraktiv.

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