ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Goldman Sachs senkt Ölpreisprognose deutlich

Handelskonflikte, OPEC-Pläne und Rezessionsängste belasten Nachfrage und Preisentwicklung

 Goldman Sachs senkt Ölpreisprognose deutlich

Goldman Sachs hat seine Prognosen für die durchschnittlichen Ölpreise in den kommenden Jahren deutlich nach unten korrigiert. Für das Jahr 2025 erwartet die Investmentbank nun einen durchschnittlichen Brent-Preis von 69 US-Dollar pro Barrel, was einem Rückgang von 5,5 Prozent gegenüber der bisherigen Schätzung entspricht. Die Prognose für WTI wurde um 4,3 Prozent auf 66 US-Dollar gesenkt. Als Gründe nannte Goldman Sachs die wachsenden Risiken eines globalen Handelskonflikts sowie ein potenziell höheres Angebot seitens der OPEC+.

Auch für das Jahr 2026 wurden die Erwartungen gesenkt. Der durchschnittliche Preis für Brent soll dann bei 62 US-Dollar pro Barrel liegen, ein Rückgang von neun Prozent. Für WTI wird ein Preis von 59 US-Dollar prognostiziert, was einer Reduktion von 6,3 Prozent entspricht. Die Analysten betonten, dass diese Schätzungen weiter nach unten korrigiert werden könnten, sollten sich die Rezessionsrisiken erhöhen oder das OPEC+-Angebot stärker steigen als bislang angenommen.

Zum Zeitpunkt der Analyse lag der Preis für Brent bei 69,59 US-Dollar pro Barrel, während WTI bei 66,39 US-Dollar notierte. Die Ölpreise erlebten zuvor ihren größten prozentualen Rückgang seit dem Jahr 2022, nachdem der US-Präsident neue Gegenzölle gegen zahlreiche Länder verhängte. Gleichzeitig kündigten acht Mitgliedsstaaten der OPEC+ überraschend an, ihre geplanten Produktionskürzungen bereits im Mai zurückzunehmen und ihre Förderung zu steigern.

Goldman Sachs wies in seiner Einschätzung darauf hin, dass das Vorgehen der OPEC+ die Fähigkeit des Bündnisses unterstreiche, kurzfristig und flexibel auf Marktentwicklungen zu reagieren. Diese Flexibilität reduziere die Wahrscheinlichkeit, dass ein begrenztes Angebot kurzfristig zu einem deutlichen Preisanstieg führe.

Die Bank passte auch ihre Erwartungen an das globale Nachfragewachstum an. Für das Jahr 2025 wird nun lediglich ein Anstieg um 600.000 Barrel pro Tag prognostiziert. Zuvor war man von einem Zuwachs von 900.000 Barrel pro Tag ausgegangen. Für das Jahr 2026 rechnet Goldman Sachs mit einem Nachfrageanstieg von 700.000 Barrel pro Tag.

ÖlÖlpreisGoldman Sachs

Disclaimer