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Goldman Sachs senkt Ölpreisprognosen für 2026

Rezessionsängste, OPEC-Angebot und Handelskonflikt belasten Nachfrageerwartungen und Marktpreise

 Goldman Sachs senkt Ölpreisprognosen für 2026

Die Investmentbank Goldman Sachs hat ihre Prognosen für die durchschnittlichen Ölpreise im Jahr 2026 erneut gesenkt. In einer Mitteilung vom 6. April korrigierte die Bank ihre bisherigen Schätzungen nach unten und verwies dabei auf steigende Rezessionsrisiken sowie auf die Möglichkeit eines höheren Angebots seitens der OPEC+. Der durchschnittliche Preis für Brent-Öl wird nun mit 58 US-Dollar pro Barrel angegeben, für WTI-Öl liegt die neue Prognose bei 55 US-Dollar pro Barrel. Noch am Freitag hatte Goldman Sachs die Erwartungen für Brent auf 62 US-Dollar und für WTI auf 59 US-Dollar gesenkt und zugleich angedeutet, dass auch diese Zahlen noch weiter nach unten angepasst werden könnten.

Gleichzeitig passte die Bank ihre Schätzungen für das globale Nachfragewachstum an. Für das Jahr 2025 erwartet Goldman Sachs nun ein Wachstum von 300.000 Barrel pro Tag, statt der zuvor angenommenen 600.000 Barrel. Für 2026 wird mit einer Steigerung um 400.000 Barrel pro Tag gerechnet. Die Bank sieht die Ursache für die geringere Nachfrage in einem schwächeren weltweiten Wirtschaftswachstum, das die positiven Effekte eines schwächeren US-Dollars und niedrigerer Ölpreise überlagere.

Am Montag gaben die Ölpreise weiter nach und setzten damit die Verluste der Vorwoche fort. Auslöser waren wachsende Spannungen im Handelskonflikt zwischen den Vereinigten Staaten und China, die Befürchtungen über eine drohende Rezession und einen Rückgang der Ölnachfrage verstärkten. China reagierte am Freitag auf die von Präsident Donald Trump verhängten Zölle mit eigenen Gegenmaßnahmen. Diese beinhalten unter anderem zusätzliche Abgaben in Höhe von 34 Prozent auf sämtliche US-Waren sowie Exportbeschränkungen für bestimmte Seltene Erden.

Zum Zeitpunkt von 03:21 GMT am Freitag notierte der Preis für Brent-Öl bei etwa 63,87 US-Dollar pro Barrel, während WTI bei 60,38 US-Dollar lag. Trotz der hohen Unsicherheit in Bezug auf die Einhaltung der Produktionskürzungen durch die OPEC+ geht Goldman Sachs davon aus, dass die in den kommenden vier Monaten geplanten Förderausweitungen dieser Länder insgesamt rund 0,7 bis 0,8 Millionen Barrel pro Tag betragen werden.

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