ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Goldman Sachs sieht kurzfristige Abwärtsrisiken beim Goldpreis 2026

Die US-Investmentbank hält am Kursziel von 5.400 Dollar je Feinunze fest, warnt aber vor kurzfristigen Risiken durch geopolitische Spannungen.

Goldman Sachs sieht kurzfristige Abwärtsrisiken beim Goldpreis 2026

Goldman Sachs hält trotz kurzfristiger Risiken an seiner optimistischen Goldpreisprognose fest. Die US-Investmentbank erwartet weiterhin, dass der Goldpreis bis Ende 2026 die Marke von 5.400 US-Dollar pro Feinunze erreichen wird. Gleichzeitig warnen die Strategen vor möglichen Rückschlägen in der nahen Zukunft.

„Wir betrachten die kurzfristigen Risiken für unsere Goldpreisprognose als abwärts gerichtet, da Gold weiterhin anfällig für weitere Liquidationen bleibt, sollten die Störungen in der Straße von Hormus anhalten und Anleihen oder Aktien weiter korrigieren", erklärten die Goldman-Strategen Lina Thomas und Daan Struyven in einer Mitteilung. Die Straße von Hormus gilt als eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt und ist ein zentraler Brennpunkt geopolitischer Spannungen im Nahen Osten.

Als konkrete Abwärtsrisiken nennt Goldman Sachs die anhaltende Anfälligkeit des Goldmarktes für Liquidationen sowie potenzielle Korrekturen an den globalen Anleihe- und Aktienmärkten. Solche Korrekturen könnten Investoren dazu zwingen, Gold-Positionen aufzulösen, um Verluste an anderen Märkten auszugleichen – ein Phänomen, das in Stressphasen regelmäßig zu beobachten ist.

Zentralbanken als strukturelle Stütze

Der wichtigste Treiber für die langfristig optimistische Einschätzung von Goldman Sachs bleibt die Nachfrage der Zentralbanken weltweit. Die Bank erwartet, dass Zentralbanken bis 2026 durchschnittlich 60 Tonnen Gold pro Monat kaufen werden. Allerdings zeigte der sogenannte Nowcast für Februar einen deutlichen Einbruch auf lediglich 2 Tonnen – laut den Strategen handelt es sich dabei jedoch wahrscheinlich nur um eine vorübergehende Pause, ausgelöst durch die extreme Preisvolatilität an den Märkten.

Besonders aufschlussreich ist eine Umfrage, die Goldman Sachs am 23. April auf seiner Zentralbankkonferenz unter 29 Zentralbanken durchführte. Rund 70 Prozent der befragten Institute erwarten einen Anstieg der weltweiten Goldreserven in den nächsten zwölf Monaten, während etwa 25 Prozent von stabilen Reserven ausgehen. Darüber hinaus rechnen rund 70 Prozent der Befragten damit, dass der Goldpreis in einem Jahr oberhalb von 5.000 US-Dollar pro Feinunze notieren wird. Als bevorzugter Lagerort für neue Goldkäufe wurde die Bank of England in London genannt, gefolgt von der inländischen Lagerung.

Fed-Zinssenkungen als Rückenwind

Das Basisszenario von Goldman Sachs geht davon aus, dass es keine zusätzlichen Liquidationen im privaten Sektor geben wird. Zudem rechnet die Bank nicht mit einer Diversifizierung über das hinaus, was ein moderater Lockerungszyklus der US-Notenbank Federal Reserve mit sich bringen würde. Die Ökonomen von Goldman erwarten Zinssenkungen der Fed um insgesamt 50 Basispunkte, was dem Goldpreis weiteren Auftrieb verleihen dürfte. Gold gilt traditionell als Profiteur eines sinkenden Zinsniveaus, da die Opportunitätskosten des zinslosen Edelmetalls in einem solchen Umfeld abnehmen.

Mittelfristig sehen die Strategen die Risiken sogar nach oben gerichtet. Als mögliche Katalysatoren nennen Thomas und Struyven eine Eskalation der geopolitischen Lage rund um den Iran sowie weitere geopolitische Entwicklungen – explizit erwähnen sie dabei Grönland und Venezuela. Sollten diese Faktoren die Diversifizierung in Gold beschleunigen und die Wahrnehmung der fiskalischen Tragfähigkeit westlicher Staaten belasten, könnte der Goldpreis das Kursziel von 5.400 Dollar sogar übertreffen. Für deutsche Anleger bleibt Gold damit ein zentrales Thema – sowohl als Absicherungsinstrument als auch als spekulatives Investment in einem unsicheren geopolitischen Umfeld.

GoldpreisGoldman SachsGoldpreisprognose 2026Zentralbanken GoldGoldpreis PrognoseFederal Reserve ZinssenkungGold Investment

Disclaimer