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Goldpreis auf Rekordhoch: 4.700 Dollar je Unze erreicht

Der Goldpreis hat am Dienstag ein historisches Allzeithoch von 4.700 Dollar pro Unze überschritten. Auslöser sind die Spannungen zwischen den USA und Europa wegen Grönland, die Anleger verstärkt in sichere Häfen treiben.

Goldpreis auf Rekordhoch: 4.700 Dollar je Unze erreicht

Der Goldpreis hat am Dienstag im asiatischen Handel ein neues Rekordhoch erreicht und erstmals die Marke von 4.700 US-Dollar pro Unze überschritten. Kassagold stieg um 0,4 Prozent auf 4.696,07 Dollar, während Gold-Futures um 0,5 Prozent auf 4.701,96 Dollar zulegten. Zeitweise markierte das Edelmetall sogar ein Allzeithoch von 4.701,78 Dollar pro Unze.

Grönland-Konflikt treibt Goldnachfrage

Die anhaltende Unsicherheit über US-Präsident Donald Trumps Forderungen bezüglich Grönland sorgt für erhebliche Nervosität an den Märkten. Trump hatte angekündigt, europäische Länder mit Zöllen zu belegen, bis diese Grönland abtreten. In einem Interview mit NBC News am Montag ließ er offen, ob er notfalls auch das Militär einsetzen würde.

Die Befürchtungen einer US-Militärintervention verstärkten sich, nachdem Washington im Januar eine Invasion in Venezuela gestartet und Präsident Nicolas Maduro gefangen genommen hatte. Trump reist nun zum Weltwirtschaftsforum nach Davos, wo Treffen mit mehreren europäischen Staats- und Regierungschefs anstehen.

Dollar-Schwäche unterstützt Edelmetalle

Die geopolitischen Spannungen führten dazu, dass Händler verstärkt den US-Dollar verkauften, was wiederum die Metallpreise stützte. "Wenn die US-Außenpolitik zu transaktional und unvorhersehbar wird, kann dies die politische Glaubwürdigkeit untergraben und eine Diversifizierung weg vom USD fördern", erklären Analysten der OCBC.

Die Experten betonen, dass Edelmetalle wie Gold derzeit nicht durch einen anhaltenden Konflikt gestützt werden, sondern durch den fortlaufenden Hintergrund geopolitischer Unsicherheit und politischer Unvorhersehbarkeit. Dieser Trend hatte bereits Ende 2025 eine breite Metallrallye angetrieben.

Auch andere Edelmetalle profitieren

Silber und Platin konnten ebenfalls von der erhöhten Nachfrage nach physischen Vermögenswerten profitieren, verzeichneten am Dienstag jedoch leichte Gewinnmitnahmen. Kassasilber fiel um 0,1 Prozent auf 94,29 Dollar pro Unze, nachdem es zuvor ein Rekordhoch erreicht hatte. Kassaplatin sank um 0,6 Prozent auf 2.361,47 Dollar pro Unze.

Auch Industriemetalle waren von der Nachfrage nach physischen Vermögenswerten betroffen. Benchmark-Kupfer-Futures an der London Metal Exchange fielen um 0,4 Prozent auf 12.927,58 Dollar pro Tonne, blieben aber nahe den jüngsten Rekordhöhen.

Ausblick für Anleger

Die erhöhte globale Unsicherheit veranlasst Händler, spekulative Anlagen zu reduzieren und sich stärker physischen Vermögenswerten wie Gold zuzuwenden. Solange die geopolitischen Spannungen anhalten, dürfte Gold seine Rolle als sicherer Hafen behalten und weiterhin stark nachgefragt bleiben.

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