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Goldpreis durchbricht 4.800-Dollar-Marke – Grönland-Krise belastet

Der Goldpreis erreicht ein neues Rekordhoch von 4.887 Dollar je Unze. Auslöser ist die eskalierende Grönland-Krise unter US-Präsident Trump, die das Vertrauen in die USA erschüttert.

Der Goldpreis hat am Dienstag die psychologisch wichtige Marke von 4.800 US-Dollar durchbrochen und ein neues Allzeithoch erreicht. Kassagold stieg bis 06:33 Uhr GMT um 2,6 Prozent auf 4.885,11 Dollar je Unze, nachdem zuvor im Handel ein Rekordwert von 4.887,82 Dollar markiert worden war. US-Gold-Futures für die Februar-Lieferung kletterten um 2,6 Prozent auf 4.888,20 Dollar pro Unze.

Trump-Rhetorik verunsichert Märkte

"Es ist der Vertrauensverlust in die USA, der durch Trumps Schritte am Wochenende verursacht wurde", erklärt Kyle Rodda, leitender Marktanalyst bei Capital.com. Der US-Präsident hatte europäische Länder mit Zöllen bedroht und den Druck erhöht, die Kontrolle über Grönland zu erlangen. Am Dienstag bekräftigte Trump, es gäbe "kein Zurück" bei seinem Ziel. Er weigerte sich, eine gewaltsame Übernahme der arktischen Insel auszuschließen, und kritisierte NATO-Verbündete scharf.

Europäische Reaktionen verschärfen Spannungen

Der französische Präsident Emmanuel Macron konterte in Davos mit deutlichen Worten: Europa werde sich keinen Rüpeln beugen oder einschüchtern lassen. Die Drohungen des Weißen Hauses lösten einen breiten Ausverkauf von US-Vermögenswerten aus – von der Währung über Wall-Street-Aktien bis hin zu Staatsanleihen. Der Dollar-Index verharrte auf einem Tiefstand von fast einem Monat.

Marke von 5.000 Dollar im Fokus

"Ich denke, das Überschreiten von 4.800 Dollar bestärkt nur die Tatsache, dass die Leute Gold nicht vor 5.000 Dollar verkaufen wollen", sagt Nicholas Frappell, globaler Leiter der institutionellen Märkte bei ABC Refinery. Es sei eine Kombination der traditionellen Stützen für Gold: steigende Verschuldung, ein schwächer werdender Dollar und geopolitische Unsicherheit.

Edelmetalle im Aufwind

Ein schwächerer Dollar verbilligt in US-Währung notierte Metalle für Käufer aus Übersee und stützt die Nachfrage. Kassasilber fiel am Mittwoch um 0,5 Prozent auf 95,03 Dollar pro Unze, nachdem es am Vortag ein Rekordhoch von 95,87 Dollar erreicht hatte. Kassaplatin verlor 0,5 Prozent auf 2.473,80 Dollar pro Unze, während Palladium um 0,1 Prozent auf 1.881,57 Dollar zulegte. Platin hatte zuvor ein Rekordhoch von 2.511,80 Dollar markiert.

Ausblick für Anleger

Marktbeobachter erwarten, dass Gold seinen Höhenflug fortsetzen könnte, solange die geopolitischen Spannungen anhalten. Die Kombination aus politischer Unsicherheit, schwachem Dollar und steigender Staatsverschuldung spricht für weiter steigende Notierungen. Für deutsche Anleger bietet das Edelmetall in turbulenten Zeiten einen klassischen sicheren Hafen.

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