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Goldpreis fällt nach Rekordstand: Trump-Kehrtwende beendet Rally

Der Goldpreis gibt deutlich nach und fällt von seinem Rekordhoch zurück. Auslöser ist eine überraschende Wende in der US-Außenpolitik, die die geopolitischen Spannungen entspannt.

Goldpreis fällt nach Rekordstand: Trump-Kehrtwende beendet Rally

Der Goldpreis ist am Donnerstag um 0,8 Prozent auf 4.796,75 US-Dollar je Unze gefallen, nachdem er in der vorherigen Sitzung noch ein Rekordhoch von 4.887,82 Dollar erreicht hatte. Auch die US-Gold-Futures für Februar gaben um 0,8 Prozent auf 4.799,90 Dollar nach.

Trump rudert bei Grönland-Drohungen zurück

"Die Kehrtwende in den Äußerungen des US-Präsidenten war ein Faktor, der die geopolitischen Spannungen entschärfte, weshalb wir eine Korrektur der Preise sehen", erklärt Soni Kumari, Rohstoffstrategin bei ANZ. US-Präsident Trump hatte am Mittwoch überraschend einen Rückzieher von seinen Drohungen gemacht, Zölle als Druckmittel zur Übernahme Grönlands einzusetzen. Er schloss die Anwendung von Gewalt aus und deutete an, dass eine Einigung mit Dänemark in Sicht sei.

Dollar-Stärke belastet Edelmetalle

Der US-Dollar festigte sich nach Trumps Aussagen, während auch die Wall-Street-Indizes anzogen. Ein stärkerer Dollar verteuert in der US-Währung notierte Metalle für ausländische Käufer und dämpft damit die Nachfrage. Parallel dazu signalisierten Richter des Obersten Gerichtshofs Skepsis gegenüber Trumps Versuch, die Fed-Gouverneurin Lisa Cook zu entlassen – ein Fall, bei dem die Unabhängigkeit der Zentralbank auf dem Spiel steht.

Inflationsdaten im Fokus

Händler warten nun auf die Daten zu den Persönlichen Konsumausgaben (PCE) für November, den bevorzugten Inflationsindikator der Federal Reserve, sowie auf die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Es wird allgemein erwartet, dass die US-Notenbank die Zinssätze bei ihrer Januarsitzung stabil halten wird, ungeachtet der Forderungen Trumps nach Zinssenkungen. Gold, das keine Zinsen abwirft, entwickelt sich typischerweise in einem Niedrigzinsumfeld besonders gut.

Analysten bleiben langfristig optimistisch

"Wir bevorzugen Gold weiterhin, da es die Rückendeckung der Zentralbanken genießt und im Vergleich zu anderen industriell exponierten Edelmetallen auf festerem Boden steht", so Kumari. Goldman Sachs hob seine Goldpreisprognose für Dezember 2026 von zuvor 4.900 auf 5.400 Dollar je Unze an.

Auch andere Edelmetalle unter Druck

Silber sank um 0,1 Prozent auf 93,19 Dollar je Unze, nachdem es am Dienstag ein Rekordhoch von 95,87 Dollar erreicht hatte. Platin verlor fast 2 Prozent auf 2.433,50 Dollar, nach einem Rekordhoch von 2.511,80 Dollar am Mittwoch. Palladium rutschte um 0,6 Prozent auf 1.829,29 Dollar ab.

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