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Goldpreis fällt vierten Tag in Folge – Iran-Spannungen belasten

Stärkerer Dollar, Fed-Zinssorgen und neue US-Angriffe auf den Iran drücken Gold auf den tiefsten Stand seit dem 23. März.

Goldpreis fällt vierten Tag in Folge – Iran-Spannungen belasten

Der Goldpreis hat am Mittwoch den vierten Handelstag in Folge nachgegeben. Der Spot-Goldpreis sank um 1,9% auf 4.180,85 US-Dollar pro Unze – der niedrigste Stand seit dem 23. März. Auch die US-Gold-Futures verloren 1,9% und notierten bei 4.204,75 Dollar. Anleger reduzierten ihre Positionen im Vorfeld der mit Spannung erwarteten US-Inflationsdaten.

Gleich mehrere Faktoren belasteten das Edelmetall gleichzeitig: ein stärkerer US-Dollar, steigende Zinserhöhungserwartungen an die Federal Reserve sowie neue geopolitische Spannungen im Nahen Osten. Diese Kombination sorgte für erheblichen Verkaufsdruck am Goldmarkt.

Iran-Konflikt heizt Inflationssorgen an

Washington startete am Dienstag neue Angriffe auf iranische Ziele, nachdem ein US-Militärhubschrauber nahe der Straße von Hormus abgeschossen worden war. Die Straße von Hormus gilt als eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt für den Öltransport. Die Eskalation schürte erneut die Angst vor weitreichenden Störungen der globalen Energieversorgung.

Die Ölpreise stiegen am Mittwoch infolgedessen um rund 1%. Dies verstärkte die Sorge, dass höhere Treibstoffkosten die Inflation weiter anheizen und den geldpolitischen Ausblick der Federal Reserve zusätzlich verkomplizieren könnten. Für den Goldmarkt ist das ein zweischneidiges Schwert: Zwar gilt Gold traditionell als Inflationsschutz, doch steigende Zinsen erhöhen die Opportunitätskosten für das unverzinsliche Edelmetall.

Fed-Erwartungen drehen ins Restriktive

Die Aussicht auf eine anhaltend hohe Inflation hat die Anleger dazu veranlasst, ihre Erwartungen hinsichtlich US-Zinssenkungen deutlich zurückzuschrauben. Mehr als 70% der Marktteilnehmer preisen mittlerweile eine Zinserhöhung der Fed bis Dezember ein. Höhere Zinssätze lasten tendenziell auf Gold, da sie die Attraktivität verzinslicher Anlagen wie Staatsanleihen im Vergleich steigern.

Die Renditen von US-Staatsanleihen blieben nahe ihrer Mehrmonatshochs. Der Dollar-Index DXY stieg während des asiatischen Handels um 0,1% und hielt sich damit in der Nähe seines Anfang der Woche erreichten Zweimonatshochs. Ein starker Dollar macht Gold für internationale Käufer teurer und dämpft so die Nachfrage.

Alle Augen richteten sich auf die für den späteren Mittwoch erwarteten US-Verbraucherpreisindex-Daten (CPI). Ökonomen erwarten, dass die jährliche Verbraucherinflation im Mai auf rund 4,2% steigen wird – der höchste Wert seit April 2023. Ein solches Ergebnis könnte die Erwartung untermauern, dass die Fed an ihrem restriktiven geldpolitischen Kurs festhält.

Geldpolitische Sitzung im Fokus

Die Märkte blicken zudem auf die geldpolitische Sitzung der Federal Reserve am 16. und 17. Juni. Es wird allgemein erwartet, dass die Entscheidungsträger die Zinsen unverändert lassen. Sollte die Inflation jedoch erhöht bleiben, könnten die Notenbanker einen restriktiveren Ausblick signalisieren – was den Druck auf Gold weiter erhöhen würde.

Auch die anderen Edelmetalle kamen unter Druck. Die Silberpreise fielen um 1% auf 64,70 Dollar pro Unze. Platin gab sogar um 3% auf 1.678,60 Dollar pro Unze nach und verzeichnete damit den stärksten Rückgang unter den Edelmetallen des Tages.

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