Goldpreis gibt nach Einmonatshoch nach – Iran-Gespräche im Fokus
Friedenshoffnungen im Iran-Konflikt und schwache US-Erzeugerpreisdaten bewegen die Edelmetallmärkte in beide Richtungen.

Die Goldpreise haben am Mittwoch im asiatischen Handel leicht nachgegeben, nachdem sie zuvor ein Einmonatshoch erreicht hatten. Im Mittelpunkt des Marktgeschehens steht die Frage, ob die USA und der Iran weitere Friedensgespräche aufnehmen können, bevor ein bestehender Waffenstillstand in der kommenden Woche ausläuft. Der Spot-Goldpreis sank um 0,6 % auf 4.815,17 US-Dollar pro Unze, während Gold-Futures um 0,3 % auf 4.838,40 US-Dollar je Unze fielen.
Der Rückgang folgt auf kräftige Gewinne vom Vortag: Am Dienstag hatte Gold ein Einmonatshoch erreicht, nachdem die US-Erzeugerpreisdaten (PPI) für März schwächer als erwartet ausgefallen waren. Die Daten belasteten den US-Dollar und nährten Spekulationen über mögliche Zinssenkungen der US-Notenbank Federal Reserve im weiteren Jahresverlauf. Niedrigere Zinsen begünstigen unverzinste Anlagen wie Gold, da sie die Attraktivität von Staatsanleihen als Konkurrenzinvestment verringern.
Schwache Inflationsdaten stützen Zinssenkungsfantasie
Die PPI-Daten folgten einem ähnlichen Muster wie die zuvor veröffentlichten Verbraucherpreisdaten (CPI) für März: Während die Gesamtrate durch steigende Energiekosten deutlich angetrieben wurde, fiel der Anstieg bei der Kerninflation vergleichsweise gering aus. Diese Konstellation schürte Hoffnungen, dass die Fed ausreichend Spielraum für Zinssenkungen besitzt. Untermauert wurde diese Einschätzung durch Aussagen der ehemaligen Fed-Vorsitzenden und US-Finanzministerin Janet Yellen, die das Potenzial für eine Zinssenkung noch in diesem Jahr sah.
Auch andere Edelmetalle tendierten am Mittwoch schwächer: Spot-Silber verlor 0,4 % auf 79,27 US-Dollar je Unze, während Spot-Platin nahezu unverändert bei 2.107,21 US-Dollar je Unze notierte. Die breiten Metallpreise hatten am Dienstag noch von der Dollar-Schwäche profitiert und kräftige Gewinne verzeichnet.
Iran-Krieg überschattet Goldes Rolle als sicherer Hafen
Der seit nunmehr sieben Wochen andauernde Iran-Krieg hat die Goldpreise erheblich belastet. Obwohl geopolitische Krisen Gold traditionell als sicheren Hafen attraktiver machen, wurden diese Effekte durch Sorgen über die inflationären Auswirkungen des Konflikts weitgehend überlagert. Anleger stehen damit vor einem ungewöhnlichen Dilemma: Geopolitische Unsicherheit und Inflationsdruck wirken in entgegengesetzte Richtungen auf den Goldpreis.
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Zur AktienanalyseAm Mittwoch sorgten zudem Meldungen über eine vollständig durchgesetzte US-Seeblockade gegen den Iran für Verunsicherung an den Märkten und trieben die Ölpreise nach oben. US-Präsident Donald Trump erklärte, er erwarte weitere Waffenstillstandsgespräche innerhalb der nächsten zwei Tage und ein Ende des Iran-Krieges stehe unmittelbar bevor. Berichten zufolge zeigten sich sowohl Washington als auch Teheran offen für weiteren Dialog, insbesondere angesichts des drohenden Ablaufs des fragilen Waffenstillstands in der nächsten Woche.
Der Waffenstillstand schien am Mittwochmorgen weiterhin Bestand zu haben. Für Goldanleger bleibt die Entwicklung der Friedensgespräche damit ebenso entscheidend wie die weitere Richtung der US-Geldpolitik – zwei Faktoren, die den Edelmetallmarkt in den kommenden Tagen maßgeblich beeinflussen dürften.


