Goldpreis-Prognose 2026: Analysten erwarten neues Rekordhoch bei 4.746 Dollar
Reuters-Umfrage zeigt höchste Goldpreis-Prognose seit 2012 – Geopolitische Unsicherheit und Zentralbankkäufe als Haupttreiber

Gold steht vor einem weiteren Rekordjahr. Laut einer aktuellen Reuters-Umfrage unter 30 Analysten und Händlern wird der Goldpreis im Jahr 2026 durchschnittlich 4.746,50 Dollar pro Feinunze erreichen. Dies ist die höchste jährliche Prognose in Reuters-Umfragen seit 2012 und liegt deutlich über der im Oktober geschätzten Marke von 4.275 Dollar.
Die drastische Aufwärtskorrektur zeigt das veränderte Marktumfeld: Vor einem Jahr lag die Durchschnittsprognose für 2026 noch bei lediglich 2.700 Dollar. Die jüngsten Kurssprünge des gelben Metalls haben Analysten veranlasst, ihre Einschätzungen mehrfach nach oben zu korrigieren.
"Wir treten in eine Zeit ein, in der die Legitimität und Widerstandsfähigkeit der Institutionen und Systeme, die jahrzehntelang die globale wirtschaftliche und geopolitische Stabilität gestützt haben, auf eine Weise auf die Probe gestellt werden, wie es seit einer Generation nicht mehr der Fall war", erklärt David Russell, CEO des Edelmetallhändlers GoldCore.
Extreme Volatilität prägt aktuelles Marktgeschehen
Der Goldmarkt erlebte zuletzt außergewöhnliche Schwankungen. Am 29. Januar erreichte das Edelmetall Allzeithochs knapp unter 5.600 Dollar, bevor die Preise am darauffolgenden Montag auf 4.403 Dollar pro Unze abstürzten. Dieser Einbruch wurde durch die Nominierung von Kevin Warsh zum nächsten Fed-Vorsitzenden durch US-Präsident Donald Trump ausgelöst.
Am Mittwoch erholte sich Gold auf fast 5.100 Dollar und verzeichnete damit den besten Tagesgewinn seit über 17 Jahren. Die Erholung folgte auf den schlimmsten zweitägigen Kurssturz des gelben Metalls seit 1983. Diese extremen Ausschläge unterstreichen die nervöse Stimmung am Markt.
Strukturelle Treiber bleiben intakt
Analysten sehen die fundamentalen Treiber für Gold weiterhin intakt. Geopolitische Risiken, robuste Käufe der Zentralbanken, Bedenken hinsichtlich der Unabhängigkeit der Federal Reserve, steigende US-Verschuldung, Handelsunsicherheit und die fortschreitende Entdollarisierung werden den sicheren Hafen auch 2026 stützen.
"Die thematischen Treiber des Goldes bleiben positiv, und wir glauben, dass sich die Begründung der Anleger für Gold- und Edelmetall-Allokationen nicht geändert haben wird", so Analysten der Deutschen Bank. Besonders die Zentralbanken dürften ihre Goldreserven weiter aufstocken, um ihre Abhängigkeit vom US-Dollar zu reduzieren.
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Zur AktienanalyseAllerdings erwarten Experten einen Rückgang der Schmucknachfrage in wichtigen asiatischen Regionen aufgrund der hohen Preise. Dies könnte die physische Nachfrage dämpfen, während institutionelle Investoren und Zentralbanken als Käufer dominieren.
Silber profitiert mit
Auch die Silberpreisprognosen wurden deutlich nach oben korrigiert. Analysten erwarten nun, dass das Metall im Jahr 2026 durchschnittlich 79,50 Dollar pro Unze erreichen wird – verglichen mit einer Prognose von 50 Dollar in der Oktober-Umfrage. Silber gilt traditionell als volatiler als Gold, profitiert aber von ähnlichen makroökonomischen Treibern.


