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Goldpreis stabilisiert sich – Silber und Platin übertreffen deutlich

Während Gold auf leichte Wochengewinne zusteuert, profitieren Silber und Platin stärker von Angebotsdefiziten und Industrienachfrage.

Goldpreis stabilisiert sich – Silber und Platin übertreffen deutlich

Die Goldpreise bewegten sich am Freitag im asiatischen Handel kaum und steuerten auf leichte Wochengewinne zu. Im Fokus der Märkte standen weitere Waffenstillstandsgespräche zwischen den USA und dem Iran. Der Spot-Goldpreis stabilisierte sich bei 4.789,31 US-Dollar pro Unze, während Gold-Futures unverändert bei 4.810,56 US-Dollar notierten.

Auf Wochensicht legten die Spotpreise um rund 0,9 Prozent zu. Unterstützung erhielt das Edelmetall durch schwache US-Inflationsdaten sowie die Schwäche des US-Dollars. Am Freitag erholte sich der Greenback jedoch leicht, was die Metallpreise wieder unter Druck setzte.

Geopolitik prägt das Marktgeschehen

US-Präsident Donald Trump lobte die sich verbessernden Beziehungen zum Iran und äußerte sich optimistisch über weitere Gespräche, bevor der bestehende Waffenstillstand in der nächsten Woche ausläuft. Zusätzlich zeigten sich die Märkte ermutigt durch die Vermittlung eines zehntägigen Waffenstillstands zwischen Israel und dem Libanon durch die USA. Der Iran hatte wiederholt gefordert, dass der Libanon in jedes Waffenstillstandsabkommen einbezogen wird.

Die Gewinne beim Gold blieben jedoch begrenzt. Grund dafür ist die anhaltende Vorsicht hinsichtlich der inflationären Auswirkungen des Iran-Krieges. Die Ölpreise blieben angesichts der Aussicht auf anhaltende Schifffahrtsstörungen in der Straße von Hormus stabil, was die Sorgen vor einer energiegetriebenen Inflation wachhält. Die Spotpreise verharrten innerhalb der etablierten Handelsspanne von 4.700 bis 4.900 US-Dollar pro Unze, wobei nur wenige Faktoren auf einen Ausbruch hindeuteten.

Das gelbe Metall hat seit Beginn des Krieges Schwierigkeiten, nachhaltig Boden gutzumachen. Sein Status als sicherer Hafen wird weitgehend von Sorgen über eine energiegetriebene Inflation und eine restriktive Geldpolitik überschattet – zwei Faktoren, die traditionell als Gegenwind für Gold gelten.

Silber glänzt mit starkem Wochenplus

Deutlich besser als Gold schnitten in dieser Woche Silber und Platin ab. Spot-Silber stieg am Freitag um 0,4 Prozent auf 78,6895 US-Dollar pro Unze und verzeichnete auf Wochensicht ein Plus von rund 3,6 Prozent. Spot-Platin fiel am Freitag zwar um 0,4 Prozent auf 2.082,76 US-Dollar pro Unze, lag auf Wochensicht aber dennoch rund 1,6 Prozent im Plus.

Beide Metalle profitierten von ihrer industriellen Verwendung sowie von der Erwartung wachsender Angebotsdefizite. Besonders Silber erhielt Rückenwind durch eine Branchenumfrage des Silver Institute und Metals Focus, die Anfang der Woche veröffentlicht wurde. Die Studie prognostiziert, dass der globale Silbermarkt im Jahr 2026 auf sein sechstes jährliches Angebotsdefizit in Folge zusteuert – mit einem erwarteten Fehlbetrag von 46,3 Millionen Unzen, was einem Anstieg von 15 Prozent gegenüber 2025 entspricht.

Die Umfrage hob zudem die deutlich geschrumpften weltweiten Silbervorräte hervor. Laut Silver Institute dürfte eine Kombination aus physischer Einzelhandelsnachfrage und der wachsenden Nachfrage aus der KI-Industrie dafür sorgen, dass Silber in den kommenden Monaten gut unterstützt bleibt. Für Anleger, die auf Edelmetalle setzen, rückt Silber damit zunehmend in den Vordergrund – sowohl als Industriemetall als auch als Wertanlage.

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