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Goldpreis steigt vierten Tag in Folge wegen Trump-Zöllen

Neue US-Importzölle von bis zu 15 Prozent und ein schwacher Dollar treiben Gold auf 5.148 Dollar je Unze.

Goldpreis steigt vierten Tag in Folge wegen Trump-Zöllen

Der Goldpreis klettert am Montag zum vierten Mal in Folge und setzt damit die Gewinnserie der Vorwoche fort. Spot-Gold notierte zuletzt 0,8 Prozent höher bei 5.148,66 Dollar je Unze, während US-Gold-Futures sogar um 1,8 Prozent auf 5.170,19 Dollar zulegten. Auslöser sind neue globale Zölle von US-Präsident Donald Trump sowie ein schwächelnder US-Dollar.

Trump hatte Ende der vergangenen Woche angekündigt, gemäß Abschnitt 122 des US-Handelsgesetzes für 150 Tage einen pauschalen Importzoll von zunächst 10 Prozent zu erheben. Die Regierung hob den Satz anschließend auf den gesetzlich zulässigen Höchstwert von 15 Prozent an. Hintergrund ist ein Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA, der ein früheres, weitreichenderes Zollregime gekippt hatte.

Die Maßnahme schürt Sorgen vor Vergeltungsmaßnahmen anderer Länder und möglichen Störungen globaler Lieferketten. Anleger flüchten deshalb in klassische sichere Häfen wie Gold und US-Staatsanleihen. Zusätzliche Unsicherheit entsteht durch mögliche rechtliche und parlamentarische Anfechtungen der neuen Zollregelung.

Schwache Wirtschaftsdaten stützen die Goldnachfrage

Auch die jüngsten US-Konjunkturdaten sprechen für Gold als Absicherungsinstrument. Das US-Bruttoinlandsprodukt wuchs im vierten Quartal nur noch mit einer annualisierten Rate von 1,4 Prozent – eine deutliche Verlangsamung gegenüber dem Vorquartal. Gleichzeitig verharrte die Inflation auf erhöhtem Niveau.

Der von der US-Notenbank Federal Reserve bevorzugte Preisindex für persönliche Konsumausgaben (PCE) stieg im Dezember um 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Kernrate lag bei rund 3,0 Prozent und damit weiterhin deutlich über dem Fed-Zielwert von 2,0 Prozent. Die Kombination aus schwachem Wachstum und hartnäckiger Inflation – auch als Stagflation bezeichnet – erhöht die Attraktivität von Gold als Wertaufbewahrungsmittel.

Zusätzlich hatten geopolitische Spannungen zwischen den USA und dem Iran bereits in der Vorwoche eine risikoaverse Stimmung an den Märkten ausgelöst und Gold um mehr als 1 Prozent steigen lassen.

Silber und Platin legen ebenfalls zu

Auch andere Edelmetalle profitierten von der gestiegenen Nachfrage. Silber verteuerte sich um 2,3 Prozent auf 86,56 Dollar je Unze, Platin legte 0,3 Prozent auf 2.164,60 Dollar zu. Bei Industriemetallen zeigte sich ein gemischtes Bild: Kupfer-Futures an der London Metal Exchange stiegen leicht um 0,3 Prozent auf 12.956,33 Dollar je Tonne, während US-Kupfer-Futures um 0,4 Prozent auf 5,88 Dollar je Pfund nachgaben.

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