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Goldpreis über 5.000 Dollar: Neue Rekordhochs durch Trump-Zölle

Der Goldpreis erreicht neue Höchststände und notiert erstmals über 5.000 Dollar je Unze. Anleger flüchten angesichts von Handelskonflikten und geopolitischen Spannungen in das Edelmetall.

Goldpreis über 5.000 Dollar: Neue Rekordhochs durch Trump-Zölle

Der Goldpreis hat am Dienstag im asiatischen Handel erneut Rekordniveaus erreicht und kletterte zeitweise über 5.100 Dollar je Unze. Spot-Gold legte um 1,1 Prozent auf 5.062,97 Dollar zu, nachdem am Montag bereits ein Allzeithoch von 5.111,11 Dollar markiert worden war. Gold-Futures für April stiegen auf 5.098,26 Dollar je Unze.

Trump-Zölle befeuern Unsicherheit

Die jüngste Rallye wird maßgeblich von den Handelskonflikten unter US-Präsident Donald Trump getrieben. Trump drohte Kanada mit Zöllen von 100 Prozent und lehnte einen möglichen Handel zwischen Kanada und China kategorisch ab. Am Montagabend kündigte der Präsident zudem an, die Zölle auf südkoreanische Waren auf 25 Prozent anzuheben, da Seoul die Umsetzung eines Handelsabkommens verzögere.

Breite Flucht in sichere Häfen

Neben Gold profitieren auch andere Edelmetalle von der gestiegenen Risikoaversion. Silber sprang um fast 4 Prozent auf 107,94 Dollar je Unze, nachdem es zuvor ein Rekordhoch von über 111 Dollar erreicht hatte. Platin verteuerte sich um 2,7 Prozent auf 2.656,27 Dollar je Unze.

"Angesichts der höchsten geopolitischen, politischen, wirtschaftlichen und finanziellen Risiken seit Jahrzehnten hat sich das Anlageargument für Gold über verschiedene Anlegertypen und Regionen hinweg verbreitert", erklären Analysten der ANZ. Besonders Länder wie China und Indien fördern Goldinvestitionen aktiv.

Analysten heben Kursziele deutlich an

Die singapurische OCBC Bank erhöhte ihr Goldpreisziel für 2026 drastisch von 4.800 auf 5.600 Dollar je Unze. Die Analysten begründen dies mit einem zunehmend risikoscheuen Umfeld und steigender Nachfrage nach sicheren Häfen. "Gold wird weniger durch ein einzelnes Ereignisrisiko gestützt, sondern vielmehr durch einen anhaltenden Hintergrund der Unsicherheit", so die OCBC-Experten.

Fed-Sitzung im Fokus

Zusätzliche Unterstützung erhält der Goldpreis durch die anstehende Sitzung der US-Notenbank Federal Reserve am Mittwoch. Obwohl eine Änderung der Leitzinsen nicht erwartet wird, halten sich Anleger zurück und setzen auf defensive Investments.

Geopolitische Spannungen verschärfen sich

Erhöhte Spannungen im Nahen Osten, ausgelöst durch die Ankunft von US-Schiffen in der Region und Konflikte mit dem Iran, tragen zusätzlich zur nervösen Marktstimmung bei. Trotz einiger Zugeständnisse Trumps bezüglich Grönland und Europa bleiben die Märkte wachsam.

Korrektur möglich

Dennoch warnen OCBC-Analysten vor einer möglichen kurzfristigen Korrektur. Nach der rasanten Rallye könnten Gewinnmitnahmen den Preis vorübergehend belasten. Langfristig bleibe die Nachfrage nach Gold als Diversifikationsinstrument jedoch hoch, da Anleger verstärkt in nicht-staatliche Vermögenswerte investieren.

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