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Goyer & Göppel Zins-Invest alpha UI: Rentenfonds trotzt steigenden Zinsen

Wie ein Hamburger Privatbank-Fonds mit Floating-Rate-Notes und kurzen Laufzeiten selbst im Zinsanstieg Rendite erwirtschaftet.

Goyer & Göppel Zins-Invest alpha UI: Rentenfonds trotzt steigenden Zinsen

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil plant für 2027 Ausgaben von 555 Milliarden Euro – und muss dafür inklusive Sondervermögen 204 Milliarden Euro neue Schulden aufnehmen. Lars Feld, Professor für Wirtschaftspolitik an der Universität Freiburg, prophezeit im Handelsblatt: Höhere Zinsen für länger laufende Bundesanleihen werden kommen. Für Anleger in klassischen Rentenfonds klingt das wie eine Warnung.

Die alte Faustregel sitzt tief: Steigen die Zinsen, fallen die Kurse von Rentenfonds. Dazu kommt, dass Unternehmen bei höheren Staatsanleiherenditen ebenfalls mehr Zinsen bieten müssen, um Investoren zu halten. Die Konjunktur in Europa bleibt wackelig, die Inflation hartnäckig. Das Umfeld für Rentenfonds wirkt alles andere als einladend.

Genau mit diesen Sorgen kommen Kunden zur Hamburger Privatbank Goyer & Göppel. Dort managen die persönlich haftenden Gesellschafter Frank und Björn Göppel gemeinsam mit dem externen Berater Stefan Maiwald den hauseigenen Rentenfonds – den

Goyer & Göppel Zins-Invest alpha UI

(ISIN: DE000A14N8L8). Das Team steuert den Fonds seit mehr als einem Jahrzehnt und hat dabei einen klaren Vorteil gegenüber klassischen Rentenindizes aufgebaut.

Strategie gegen den Zinsschmerz

Maiwald baut das Portfolio gezielt so auf, dass steigende Zinsen dem Fonds eher nützen als schaden. Drei Mechanismen stehen dabei im Mittelpunkt:

Kurze Laufzeiten:

Die durchschnittliche Restlaufzeit der Anleihen im Portfolio beträgt rund drei Jahre. Kurze Laufzeiten reagieren deutlich weniger empfindlich auf Zinsänderungen als langlaufende Papiere.

Floating-Rate-Notes:

Ein wesentlicher Teil des Portfolios besteht aus variabel verzinsten Anleihen, deren Kupon sich regelmäßig – oft quartalsweise – an einen Referenzzins anpasst. Steigen die Leitzinsen, zieht der Kupon automatisch mit.

Reinvestition:

Werden Anleihen fällig oder fließen Zinszahlungen ein, wandert das Kapital direkt in höher verzinste Papiere. Dieser Effekt hilft aktiven Managern, in einer Zinswende schnell wieder Boden gutzumachen.

Das Ergebnis dieser Strategie zeigte sich besonders deutlich im Zinswende-Jahr 2022. Der Fonds verlor damals rund zehn Prozent – holte diesen Rückgang aber rasch wieder auf. Viele Rentenindizes haben sich bis heute nicht vollständig erholt. Der Unterschied liegt im aktiven Management und in Entscheidungen, die ein passiver Index schlicht nicht treffen kann.

Keine Benchmark, keine Zwänge

Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal: Der Fonds ist an keine Benchmark gebunden. In vielen Rentenindizes gilt eine simple, aber problematische Logik – wer am meisten Schulden macht, hat die meisten Anleihen im Umlauf und erhält damit automatisch das größte Gewicht im Index. Anleger finanzieren so zwangsläufig die größten Schuldner, unabhängig davon, ob die Konditionen attraktiv sind.

Maiwald geht den umgekehrten Weg. Das Team wählt Anleihen handverlesen aus – überwiegend von Unternehmen und Banken – und achtet dabei auf Risikoaufschläge, die zum jeweiligen Emittenten passen, sowie auf solide Fundamentaldaten.

Das Portfolio umfasst rund 200 Anleihen, keine einzelne Position dominiert. Die größte Einzelposition ist aktuell Südzucker mit einem Gewicht von etwa 2,5 Prozent. Dahinter folgen unter anderem BNP Paribas, der niederländische Versicherer Aegon, die spanische Tankstellenkette Repsol, Harbour Energy (früher Wintershall Dea) sowie die Bank Rothschild & Co. Im Schnitt werfen die Anleihen im Portfolio rund fünf Prozent Rendite vor Kosten ab.

Antizyklisch kaufen, wenn andere verkaufen

Aktives Management zeigt sich besonders in Stressphasen. Während der Coronapanik 2020 griff das Team bei Lufthansa-Anleihen zu, als die Papiere günstig zu haben waren – und hält diese Positionen bis heute. Beim Luxemburger Satellitenbauer SES kaufte das Team ebenfalls zu, statt bei SpaceX einzusteigen. Die Begründung: SpaceX erschien dem Team als Schuldner zu unsicher für das eigene Risikoprofil.

Auch beim aktuellen Markttrend bleibt das Team konsequent. Technologiebonds mit KI-Fantasie meidet Maiwald bewusst. In US-Dollar will er diese Anleihen nicht halten, in Euro findet er sie zu renditeschwach. Das klingt nach Verzicht, schützt aber vor dem klassischen Fehler, am Ende eines Trends zu kaufen, wenn die Risikoaufschläge längst nicht mehr attraktiv sind.

Die wichtigsten Fondsdaten im Überblick:

ISIN:

DE000A14N8L8

Anteilspreis:

115,61 Euro (Börse Hamburg)

Fondsvolumen:

67 Mio. Euro

Ausgabeaufschlag:

entfällt

Jährliche Kosten:

1,2 Prozent

Gewinnverwendung:

Ausschüttend

Risikoklasse:

2 von 5

Ein Rentenfonds ersetzt keine Aktien, und auch ein aktiv gemanagter Fonds kann zwischen Hoch und Tief spürbar schwanken. Doch die pauschale Angst vor steigenden Zinsen greift zu kurz. Wer den Mechanismus hinter der Zinswende versteht, erkennt: Höhere Zinsen sind mittelfristig auch eine Chance – wenn das Portfolio richtig aufgestellt ist.

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