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Greenpeace startet Meldeportal gegen Verpackungsmüll

Kommt jetzt die Müll-Stasi? Bürger soll aus Umweltschutzgründen Unternehmen verpetzen

Greenpeace startet Meldeportal gegen Verpackungsmüll

Seit Anfang des Jahres sind Restaurants und Cafés dazu verpflichtet, Mitnehm-Essen und -Getränke in Mehrwegverpackungen anzubieten. Doch in der Umsetzung hapert es oft noch. Greenpeace will nun mit einem neuen Meldeportal Druck auf die Betreiber erhöhen. Ab sofort können Verbraucher Verstöße direkt an die jeweiligen Landesbehörden melden.

Die Daten der betroffenen Geschäfte können im Portal hinterlegt werden, und Verstöße können gemeldet werden. Die Hinweise werden dann an die jeweiligen Landesbehörden weitergeleitet. Im Idealfall sollte die Kommune prüfen, ob die Verstöße weiterhin bestehen und die Betreiber auffordern, diese zu beenden. Die Greenpeace-Expertin Viola Wohlgemuth kritisierte, dass fast drei Monate nach Inkrafttreten des Gesetzes teils nicht einmal die Zuständigkeiten für die Umsetzung geklärt seien.

Bei anhaltenden Verstößen und gegebenenfalls nach weiteren Verwarnungen könnten die Behörden dann Bußgelder verhängen. Diese Bußgelder können bis zu 10.000 Euro betragen. Laut Bundesumweltministerium fallen im To-go-Bereich täglich 770 Tonnen Abfall an.

Die Mehrwegangebotspflicht gilt seit dem 1. Januar. Restaurants, Bistros und Cafés, die Essen und Getränke zum Mitnehmen verkaufen, müssen auch Mehrwegverpackungen anbieten. Ziel ist es, die Mengen an Einweg-Kunststoffverpackungen zu reduzieren. Kleinere Geschäfte wie Imbisse und Kioske mit weniger als fünf Beschäftigten und einer Ladenfläche von nicht mehr als 80 Quadratmetern sind von der Pflicht ausgenommen. Diese Betriebe müssen ihren Kunden jedoch die Möglichkeit bieten, eigene Mehrwegbehälter zu verwenden.

Das neue Meldeportal von Greenpeace soll nun dazu beitragen, dass die Pflicht flächendeckend umgesetzt wird. Verbraucher können dazu beitragen, dass der Müll durch Einwegverpackungen reduziert wird.

UmweltschutzGreenpeaceBundesumweltministerium

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