Griechenland plant milliardenschweren Verkauf von Staatsbesitz
Neue Wirtschaftsimpulse durch Rekord-Privatisierungen erwartet

In einem beispiellosen Schritt hat Griechenland Pläne angekündigt, im kommenden Jahr Staatsvermögen in Rekordhöhe zu veräußern. Ziel ist es, Einnahmen von über fünf Milliarden Euro zu generieren. Diese ambitionierte Privatisierungsaktion ist Teil eines umfassenden Sanierungsplans, der das Land nach den internationalen Rettungsaktionen wieder auf einen stabilen wirtschaftlichen Pfad führen soll.
Seit 2011 hat Griechenland bereits rund zehn Milliarden Euro durch den Verkauf von Staatsbesitz generiert. Der Hauptteil des geplanten Erlöses im kommenden Jahr wird voraussichtlich aus dem Verkauf von Konzessionen für bedeutende Infrastruktureinrichtungen des Landes stammen. Dazu gehört die Egnatia-Autobahn, eine 658 Kilometer lange Mautstraße im Norden Griechenlands. Allein dieser Deal könnte dem Land 1,5 Milliarden Euro einbringen.
Ein weiteres Highlight des Privatisierungsplans ist der Verkauf eines 30-prozentigen Anteils am Athener Flughafen durch einen Börsengang. Dieses Vorhaben, das bereits im ersten Quartal 2024 realisiert werden soll, könnte dem Land über 750 Millionen Euro in die Kassen spülen. Der deutsche Flughafeninvestor AviAlliance, der bereits 40 Prozent am Athener Flughafen hält, könnte diesen Anteil im Rahmen dieses Börsengangs um weitere zehn Prozent erhöhen.
Doch das sind nicht die einzigen Privatisierungsprojekte, die Griechenland in Erwägung zieht. Bis Ende 2023 wird der Verkauf eines 67-prozentigen Anteils am Hafen von Lavrion, südöstlich von Athen, in Angriff genommen. Auch Yachthäfen auf der Insel Korfu und im Golf von Korinth stehen zum Verkauf. Insbesondere der Hafen von Lavrion hat bereits das Interesse von Kreuzfahrtunternehmen geweckt, was die Bedeutung des Tourismus für die griechische Wirtschaft unterstreicht. Der Tourismussektor trägt mit einem Viertel maßgeblich zur Wirtschaftsleistung des Landes bei.
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Zur AktienanalyseInsgesamt spiegeln diese Privatisierungsbestrebungen Griechenlands den dringenden Wunsch des Landes wider, seine Wirtschaft weiter zu stabilisieren und sich von den schweren finanziellen Turbulenzen der vergangenen Jahre zu erholen. Der Verkauf von Staatsvermögen bietet dem Land die Möglichkeit, frisches Kapital zu generieren, Schulden zu reduzieren und gleichzeitig private Investitionen zu fördern, die für das Wirtschaftswachstum unerlässlich sind.


