Griechenland will Offshore-Windkraft massiv ausbauen
9,5 Gigawatt geplant bis 2030

Griechenland plant, seine erneuerbare Energiekapazität bis 2030 erheblich zu erhöhen, wobei ein wesentlicher Fokus auf der Entwicklung von Offshore-Windparks in der Ägäis liegt. Die griechische Regierung hat das ambitionierte Ziel, bis 2030 9,5 Gigawatt Strom durch Offshore-Windkraft zu erzeugen und bis 2050 die Windkraftkapazität auf 29,2 Gigawatt zu erhöhen. Dies ist ein wichtiger Schritt im Bemühen des Landes, seine Treibhausgasemissionen im Vergleich zu 1990 um mindestens 55 Prozent zu senken und 80 Prozent seines Stromverbrauchs durch erneuerbare Energien zu decken.
Obwohl Griechenland bereits Windturbinen mit einer Kapazität von fünf Gigawatt besitzt, die alle an Land stehen, sind die besten Standorte bereits vergeben. Offshore-Windparks bieten jedoch den Vorteil, dass der Wind auf See konstant und mit höherer Geschwindigkeit weht, was für die klimafreundliche Stromerzeugung entscheidend ist. Experten des griechischen Energieministeriums schätzen das Offshore-Windpotenzial des Landes auf 40 Gigawatt.
Die Herausforderung bei der Entwicklung dieser Windparks liegt in den technischen, politischen und ökologischen Grenzen. Die Ägäis ist bekannt für ihre großen Wassertiefen, was den Einsatz schwimmender Windkraftanlagen erforderlich macht. Diese Technologie ist noch nicht vollständig ausgereift und erheblich teurer als der Bau stationärer Anlagen. Trotzdem haben internationale Energiekonzerne wie RWE, Cenergy, Helleniq Energy und andere bereits Interesse an Offshore-Projekten in Griechenland bekundet.
Die Standortgenehmigung für Windparks ist komplex und berücksichtigt verschiedene Faktoren, einschließlich der politischen Spannungen mit der Türkei über die Abgrenzung der Wirtschaftszonen in der Ägäis. Es gilt auch, die Interessen der Schifffahrt und des Landschaftsschutzes zu beachten, um das charakteristische Inselpanorama der Ägäis nicht zu beeinträchtigen. Bisher wurden sechs Standorte für die erste Entwicklungsphase der Windparks ausgewiesen, darunter Seegebiete bei Kreta, Rhodos und Korfu.
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Zur AktienanalyseDie griechische Regierung hat den Bau von zwei Pilotanlagen angekündigt, die dank vereinfachter Genehmigungsverfahren bereits 2028 in Betrieb gehen könnten. Eine weitere Herausforderung stellt der Ausbau der Stromnetze dar, um den erzeugten Offshore-Strom verteilen und exportieren zu können.

