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Große Batterieparks für die Energiewende

Wie Green Flexibility mit Speicherlösungen die Stromversorgung stabilisieren will

Große Batterieparks für die Energiewende

Christoph Ostermann, ein bekannter Unternehmer aus der Solarbranche, verfolgt mit seinem Unternehmen Green Flexibility ambitionierte Pläne, um in Deutschland großflächig Batterieparks zu errichten. Diese sollen dazu beitragen, die Herausforderungen der Energiewende zu meistern, indem sie Schwankungen im Stromangebot ausgleichen. Insbesondere in Zeiten geringer Wind- und Solarproduktion, die sogenannten Dunkelflauten, könnte die Speicherung überschüssiger Energie aus Wind- und Solarparks eine entscheidende Rolle spielen. Green Flexibility hat bereits die ersten Projekte im Bau, und in drei Monaten soll der erste Batteriepark in Immenstadt in Bayern ans Netz gehen. Die Finanzierung für die ersten Jahre ist durch eine Partnerschaft mit der Private-Equity-Gesellschaft Partners Group gesichert, die 400 Millionen Euro investiert hat.

Die Idee hinter den Speicherparks ist es, Strom zu speichern, der in Zeiten hoher Produktion verfügbar ist, und diesen bei Bedarf, etwa an windstillen Tagen, wieder ins Netz einzuspeisen. Dies soll verhindern, dass Wind- und Solaranlagen abgeregelt werden müssen, was in der Vergangenheit zu hohen Kosten führte. Experten schätzen, dass bis 2050 durch Batteriespeicher allein Einsparungen von bis zu zwölf Milliarden Euro auf dem Strommarkt möglich sind. Der Bedarf an Speicherlösungen wird auch von der Bundesnetzagentur erkannt, die von einer wachsenden Nachfrage ausgeht. Bis 2045 könnten in Deutschland bis zu 168 Gigawatt Speicherkapazitäten erforderlich sein, wobei ein erheblicher Anteil davon auf Großbatterien entfällt.

Ostermann setzt bei der Realisierung seiner Pläne auf die Nutzung von großen Lithium-Ionen-Batterien, die aus China bezogen werden. Das Unternehmen erwartet, dass die kontinuierlich sinkenden Kosten für Batterien die Wirtschaftlichkeit der Speicherprojekte weiter verbessern werden. Eine Studie der RWTH Aachen zeigt, dass die installierte Kapazität von Großspeichern in Deutschland bereits gewachsen ist und in den kommenden Jahren weiter zunehmen dürfte. Im Jahr 2024 könnte sie auf rund 6,7 Gigawatt ansteigen, was den wachsenden Bedarf und die steigende Nachfrage nach Speichertechnologien widerspiegelt.

Die Großspeicherparks sollen vor allem helfen, das Netz zu stabilisieren und den Strommarkt effizienter zu gestalten. Dabei werden sie auch als Infrastrukturprojekte von „überragendem öffentlichen Interesse“ eingestuft, was den Genehmigungsprozess beschleunigt. Langfristig plant Green Flexibility, die Batterieparks selbst zu betreiben und über mehrere Jahre hinweg eine Kapazität von etwa acht Gigawatt zu entwickeln. Die Kombination von Batterieparks mit Wind- und Solarenergie bietet eine Möglichkeit, Netzkapazitäten besser zu nutzen und gleichzeitig die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen weiter zu reduzieren.

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