Habecks Versprechen für Energiestrategie
Fokus auf Gaskraftwerke und unabhängige, resiliente Energieversorgung

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hat beim Energie-Gipfel des Handelsblatts in Berlin eine zügige Lösung für die lang erwartete Kraftwerksstrategie in Deutschland in Aussicht gestellt. Diese Ankündigung kommt in einer Zeit, in der die Energiebranche mit großer Spannung auf konkrete Pläne und Strategien wartet, insbesondere im Hinblick auf den Bau neuer Gaskraftwerke. Habeck betonte, dass eine baldige Einigung angestrebt wird, ohne jedoch einen genauen Zeitrahmen festzulegen.
Die Strategie für Gaskraftwerke war infolge der Haushaltskrise vorübergehend auf Eis gelegt worden. Diese Kraftwerke sind entscheidend für die Energieversorgung Deutschlands, besonders da Kohlekraftwerke aus Klimaschutzgründen schrittweise stillgelegt werden sollen. Die neuen Gaskraftwerke, die anfänglich mit Erdgas betrieben werden, sollen später zunehmend auf Wasserstoff umgestellt werden. Sie sind essenziell, um auch an wind- und sonnenarmen Tagen eine zuverlässige Stromversorgung sicherzustellen.
Die Ampelkoalition hat sich das Ziel gesetzt, bis spätestens 2030 das letzte Kohlekraftwerk abzuschalten. Um die dadurch entstehende Lücke zu schließen, ist der Bau von Gaskraftwerken mit einer Gesamtleistung von 25 Gigawatt geplant. Allerdings ist deren Realisierung ohne staatliche Förderungen unwahrscheinlich, da die Rentabilität der Kraftwerke durch den steigenden Anteil erneuerbarer Energien immer weiter sinkt.
Habeck betonte zudem die Notwendigkeit, in der Planung und Umsetzung von Energieprojekten schneller zu werden. Deutschland muss, so Habeck, in der Lage sein, sich im Krisenfall selbst mit Energie zu versorgen. Derzeit importiert das Land etwa 70 Prozent seiner Energie, ein Anteil, der bis zum Jahr 2045 durch die Dekarbonisierung der Wirtschaft auf rund 30 Prozent, hauptsächlich in Form von grünem Wasserstoff, reduziert werden soll.
Darüber hinaus sprach sich der Wirtschaftsminister für den Erhalt und Ausbau der Solarmodulproduktion in Deutschland und Europa aus. Dies sei auch aus Gründen der Resilienz wichtig, zumal derzeit ein Großteil der Solarinstallationen aus China stammt.
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Zur AktienanalyseHabeck äußerte sich auch zu den aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen Deutschlands und den Sorgen der Bürgerinnen und Bürger angesichts steigender Energiepreise. Diese Entwicklung habe Konjunkturschwächen zur Folge. Der Minister sprach auch den Aufstieg des Rechtspopulismus an und betonte die Bedeutung demokratischer Lösungsansätze und einer offenen gesellschaftlichen Debatte.


