Hammer Metals: Bieterwettstreit zwischen Austral und Larvotto entfacht
Hammer Metals erhält zweites Übernahmeangebot von Austral Resources – trotz laufender Offerte von Larvotto Resources per Aktientausch.

Das australische Bergbauunternehmen Hammer Metals, notiert an der Australian Securities Exchange (ASX), steht im Mittelpunkt eines aufkommenden Bieterwettstreits. Neben dem bereits bestehenden Übernahmeangebot von Larvotto Resources hat nun auch Austral Resources ein Angebot für sämtliche Aktien von Hammer vorgelegt. Die Situation verdeutlicht das wachsende Interesse an Hammers umfangreichem Rohstoffportfolio in Queensland.
Larvotto Resources hatte ursprünglich beabsichtigt, alle Hammer-Aktien im Rahmen eines Aktientauschs zu erwerben. Das Unternehmen hält an seiner Offerte fest und betont den strategischen Mehrwert der Transaktion für die Aktionäre beider Seiten. Larvotto verfügt zudem über ein vertraglich gesichertes Angleichungsrecht, das ihm fünf Geschäftstage Zeit gibt, auf ein konkurrierendes Angebot zu reagieren, bevor Hammer eine Durchführungsvereinbarung – im Englischen als „Scheme Implementation Deed" bezeichnet – mit einer anderen Partei abschließen kann.
Austral-Angebot noch unvollständig und unverbindlich
Der Vorstand von Hammer hat das Angleichungsrecht zugunsten von Larvotto bislang nicht ausgelöst. Der Grund: Das Angebot von Austral ist nach Einschätzung des Vorstands noch unvollständig, unverbindlich und lediglich indikativ. Zwar räumt Hammer ein, dass das Austral-Angebot das Potenzial habe, gegenüber der Larvotto-Offerte vorteilhafter zu sein – eine abschließende Bewertung ist jedoch noch nicht möglich.
Ein wesentlicher offener Punkt ist das Umtauschverhältnis der Aktien für eine mögliche Transaktion zwischen Austral und Hammer. Dieses steht noch nicht fest und wird vom Kurs der Austral-Aktien zum Zeitpunkt eines möglichen Abschlusses einer Durchführungsvereinbarung abhängen. Für Hammer-Aktionäre bedeutet dies vorerst Unsicherheit über den tatsächlichen Wert eines potenziellen Austral-Angebots.
Larvotto setzt auf Gold und Antimon – Hammer auf Kupfer in Queensland
Larvotto begründet seine Übernahmeabsicht mit dem bevorstehenden Anlaufen der Produktion im hochgradigen Gold- und Antimonprojekt Hillgrove. Nach Produktionsstart will Larvotto Zugang zu erheblicher Goldproduktion sowie zu rund 7 Prozent des weltweiten Antimonangebots bieten. Damit würde Larvotto zum größten von nur zwei bedeutenden Antimonproduzenten in Australien aufsteigen – ein strategisch bedeutsamer Schritt in einem Markt mit begrenztem globalen Angebot.
Hammer Metals selbst konzentriert sich auf das Mount-Isa-Projekt in Queensland, ein breit aufgestelltes Portfolio aus Kupfer, Gold und Basismetallen. Die Gesamtressource beläuft sich auf 530.000 Tonnen Kupferäquivalent – ein beachtliches Volumen, das das Interesse mehrerer Bieter erklärt.
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Zur AktienanalyseAuch Austral Resources ist in der Region Mt Isa in Queensland aktiv. Das Unternehmen betreibt Kupferproduktion an zwei Standorten, wobei die Verarbeitungsanlage Mt Kelly das Herzstück der Aktivitäten bildet. Unterstützt wird der Betrieb durch den aktiven Abbau in den Minen Flying Horse und Mt Clarke. Die geografische Nähe zu Hammers Projekten dürfte ein wesentlicher Treiber für das Übernahmeinteresse von Austral sein.
Die weitere Entwicklung hängt nun davon ab, ob Austral sein Angebot konkretisiert und ob Larvotto von seinem Angleichungsrecht Gebrauch macht. Hammer-Aktionäre befinden sich in einer komfortablen Ausgangslage: Zwei Interessenten buhlen um ihr Unternehmen, was den Wettbewerb und potenziell auch den Angebotspreis befeuern könnte.


