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Handelsverband prognostiziert: 9000 Geschäfte vor dem Aus"

Wie der Onlinehandel das Ladensterben verschärft - Experten fordern Maßnahmen gegen Leerstände

Handelsverband prognostiziert: 9000 Geschäfte vor dem Aus"

9000 Geschäfte müssen in diesem Jahr schließen, so die Prognose des Handelsverbandes Deutschland (HDE). Dieses Ladensterben setzt sich fort, da viele Einzelhändler aufgrund sinkender Kaufkraft und steigender Kosten keine andere Wahl haben, als ihre Geschäfte zu schließen. Der Online-Handel hat die Geschäftsgrundlage für viele Läden verändert. Dies betrifft vor allem kleinere Fachhändler abseits des Lebensmittelhandels, die sich schwerer gegenüber den großen Ketten behaupten können. Infolgedessen steigt die Anzahl der Leerstände in vielen Innenstädten, was weitere Unternehmen gefährdet und die Standorte unattraktiver macht.

Die Zahl der Läden ist schon seit einiger Zeit rückläufig. Besonders hart traf es die Branche während der Corona-Pandemie, als die Zahl der Geschäfte pro Jahr um 11.000 zurückging. Auch in den Jahren vor der Krise von 2015 bis 2019 mussten jährlich durchschnittlich 5000 Läden schließen. Laut HDE-Präsident Alexander von Preen müssen in allen Innenstädten und bei der Politik die Alarmglocken läuten, denn ohne erfolgreichen Einzelhandel haben die Stadtzentren kaum Zukunftsperspektiven.

Der HDE fordert daher ein stärkeres Engagement der Kommunen, um das Ladensterben zu stoppen. Es sollte eine Gründungsoffensive geben, um die Lücken in den Stadtzentren so schnell wie möglich wieder zu schließen. Hierbei müssen unbürokratische und schnelle Genehmigungsprozesse für Umbauten und Umwidmungen Priorität haben. Ansonsten droht eine Kettenreaktion mit noch mehr Leerständen und einer Spirale nach unten.

Die Befragung von fast 69.000 Menschen in 111 Innenstädten durch das Institut für Handelsforschung (IFH) zeigte, dass die Attraktivität vieler Innenstädte in Deutschland stark zurückgeht. In rund jeder zweiten Stadt überwog die Zahl derer, die die Innenstadt nicht weiterempfehlen würden. Nur jede vierte Stadt empfanden die Besucher als so attraktiv, dass sie Freunden zu einem Besuch raten würden. "Fakt ist, dass die Mehrzahl der deutschen Innenstädte, mehr Kritiker als überzeugte Fans hat", sagte IFH-Geschäftsführer Boris Hedde danach.

Angesichts dieser Lage ist es wichtig, dass die Politik und die Kommunen Maßnahmen ergreifen, um den Einzelhandel zu unterstützen und den Leerstand in den Innenstädten zu reduzieren. Nur so kann ein Ladensterben verhindert werden, das nicht nur den Einzelhandel, sondern auch die Lebensqualität in vielen Städten Deutschlands beeinträchtigt.

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