ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Hasso Plattner gibt 2024 SAP-Aufsichtsratsvorsitz ab

Nach mehr als 20 Jahren soll Punit Renjen ihn ersetzen - strukturierter Übergang für Kontinuität angekündigt

Hasso Plattner gibt 2024 SAP-Aufsichtsratsvorsitz ab

Der SAP-Mitgründer Hasso Plattner wird spätestens im Mai 2024 seinen Posten als Aufsichtsratsvorsitzender des Softwarekonzerns abgeben, den er seit über 20 Jahren innehatte. Der 79-jährige Plattner hatte SAP im Jahr 1972 mitbegründet und den Konzern in den 80er und 90er Jahren maßgeblich geprägt. Mit der Personalentscheidung tritt der letzte Gründer von SAP von seinem Posten zurück.

Als Nachfolger schlägt Plattner den ehemaligen Deloitte-Chef Punit Renjen vor. Der 61-jährige Renjen soll am 11. Mai für vier Jahre in den Aufsichtsrat gewählt werden und dann den Übergang des Aufsichtsratsvorsitzes übernehmen. Wie lange der Übergangsprozess dauern wird, ist noch unklar. Die Amtszeit von Plattner läuft noch bis Mai 2024.

Plattner hatte sich im vergangenen Jahr gegen den Widerstand von Aktionärsvertretern für weitere zwei Jahre wiederwählen lassen. Dabei hatte er versprochen, mindestens sechs Monate vor dem Ende seiner Amtszeit einen Nachfolger zu präsentieren. Am Mittwoch sprach er von einem "strukturierten Übergang an der Spitze des Aufsichtsrats, der die notwendige Kontinuität für das weitere Wachstum unseres Unternehmens sichert".

Renjen ist gebürtiger Inder und lebt im US-Bundesstaat Oregon. Er hatte im Dezember 2021 die Führung von Deloitte abgegeben. Mit seiner Berufung als Aufsichtsratsvorsitzender könnte der Übergangsprozess in der Unternehmensführung von SAP beginnen, da auch der Vorstandschef Christian Klein im April 2022 seinen Posten räumen wird.

SAP hat Ende Januar angekündigt, 3000 Stellen zu streichen, davon rund 200 in Deutschland. Der Konzern will sich auf das Kerngeschäft mit Software zur Unternehmenssteuerung (ERP) konzentrieren. Im vergangenen Jahr 2022 lag der Nettogewinn von SAP nur bei rund 1,7 Milliarden Euro, erheblich weniger als von Marktbeobachtern erwartet.

Die Personalentscheidungen und die Umstrukturierung könnten Auswirkungen auf die Geschäftsstrategie und die Zukunft des Unternehmens haben. SAP muss sich in einem sich schnell verändernden Marktumfeld behaupten, in dem auch immer mehr Konkurrenten auf den Plan treten.

SAPArbeitsmarktERP

Disclaimer