ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Heineken streicht 6.000 Jobs: KI-Effizienz gegen sinkende Bierabsätze

Zweitgrößter Brauer weltweit plant Personalabbau trotz steigendem Betriebsergebnis und setzt auf Digitalisierung.

Heineken streicht 6.000 Jobs: KI-Effizienz gegen sinkende Bierabsätze

Der niederländische Brauereikonzern Heineken will in den kommenden zwei Jahren zwischen 5.000 und 6.000 Stellen abbauen. Das entspricht etwa sieben Prozent der weltweiten Belegschaft von 87.000 Mitarbeitern. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund sinkender Bierabsätze und soll durch Produktivitätssteigerungen mittels Künstlicher Intelligenz kompensiert werden.

Der weltweit zweitgrößte Brauer meldete für 2025 einen Rückgang des Gesamtabsatzes um 2,4 Prozent. Gleichzeitig konnte das bereinigte Betriebsergebnis jedoch um 4,4 Prozent zuwachsen. Die Heineken-Aktie reagierte positiv auf die Geschäftszahlen und legte um 3,4 Prozent zu. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von knapp sieben Prozent zu Buche.

Scheidender CEO Dolf van den Brink, der im Mai nach sechs Jahren an der Spitze zurücktritt, sprach von "herausfordernden Marktbedingungen". Dennoch sei die Performance insgesamt ausgewogen gewesen. Für 2026 peilt Heineken ein Wachstum des Betriebsergebnisses zwischen zwei und sechs Prozent an.

Produktivität als Kernstrategie

Der Stellenabbau ist Teil der "EverGreen 2030"-Strategie, die auf Wachstumsbeschleunigung, Produktivitätssteigerung und Zukunftsfähigkeit ausgerichtet ist. Van den Brink betonte, dass Produktivität oberste Priorität habe. Das Unternehmen hat sich zu jährlichen Einsparungen von 400 bis 500 Millionen Euro verpflichtet.

"Die Kürzungen sind teilweise auch auf KI oder die Digitalisierung zurückzuführen", räumte der scheidende CEO ein. Die eingesparten Mittel sollen in Wachstum und Premiummarken reinvestiert werden. Analysten der UBS bewerteten den Ausblick als "umsichtig gewählt" und im Einklang mit Branchenkonkurrent Carlsberg.

KI-bedingte Entlassungen im Trend

Heineken reiht sich damit in eine wachsende Liste von Unternehmen ein, die KI-Effizienzgewinne mit Personalabbau verbinden. In den USA trugen KI-Technologien 2025 zu fast 55.000 Entlassungen bei, wie Daten des Beratungsunternehmens Challenger, Gray & Christmas zeigen.

Amazon kündigte im vergangenen Jahr 15.000 Stellenstreichungen an. Salesforce-CEO Marc Benioff gab bekannt, 4.000 Mitarbeiter im Kundensupport entlassen zu haben, da KI angeblich 50 Prozent der Arbeit im Unternehmen erledige. In Europa nannten auch Lufthansa und Accenture KI in ihren Restrukturierungsstrategien.

Kristalina Georgieva, geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds, warnte im Januar auf dem Weltwirtschaftsforum, dass KI "den Arbeitsmarkt wie ein Tsunami trifft". Die meisten Länder und Unternehmen seien darauf nicht vorbereitet. Heineken ist mit seinen Marken in über 70 Ländern tätig und sucht derzeit nach einem Nachfolger für van den Brink.

HeinekenStellenabbauKünstliche IntelligenzBierabsatzDigitalisierung

Disclaimer