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Heizungsindustrie: Absatz bricht auf 15-Jahres-Tief ein

Nur 627.000 verkaufte Geräte in 2025 – Wärmepumpen boomen, Ölheizungen kollabieren

Heizungsindustrie: Absatz bricht auf 15-Jahres-Tief ein

Die deutsche Heizungsindustrie erlebt einen dramatischen Einbruch: Mit nur 627.000 verkauften Geräten verzeichnet die Branche 2025 den schwächsten Absatz seit 2010. Das geht aus der Jahresbilanz des Bundesverbandes der deutschen Heizungsindustrie (BDH) hervor. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Rückgang von zwölf Prozent über alle Geräteklassen hinweg.

Besonders drastisch fiel der Einbruch bei fossilen Heizsystemen aus. Ölheizungen erlebten einen regelrechten Absturz: Lediglich 22.500 Einheiten fanden noch Käufer – ein Minus von 74 Prozent gegenüber 2024. Auch Gas-Brennwertkessel mussten massive Verluste hinnehmen: Der Absatz sank um 36 Prozent auf 229.000 Stück.

Wärmepumpen als klare Gewinner

Gegen den Branchentrend entwickelten sich Wärmepumpen zum absoluten Bestseller. Mit 299.000 verkauften Einheiten legten sie um beeindruckende 55 Prozent zu und überholten damit erstmals Gas-Brennwertkessel als meistverkaufte Heizungsart. Auch Biomasse-Wärmeerzeuger konnten mit 29.000 abgesetzten Geräten ein Plus von 23 Prozent verbuchen.

Die Verschiebung spiegelt die zunehmende Elektrifizierung des Wärmemarkts wider – ein Trend, der auch international zu beobachten ist. Während in Deutschland politische Rahmenbedingungen wie das Gebäudeenergiegesetz die Entwicklung befeuern, ziehen andere europäische Märkte nach. Für Anleger rücken damit Hersteller von Wärmepumpen und deren Zulieferer verstärkt in den Fokus.

Branche unter Druck

Trotz der positiven Entwicklung bei klimafreundlichen Technologien bezeichnete BDH-Hauptgeschäftsführer Markus Staudt die Gesamtlage als "schwierig". Der massive Gesamtrückgang belastet die Hersteller erheblich. Die Transformation von fossilen zu erneuerbaren Heizsystemen vollzieht sich schneller als erwartet, was etablierte Geschäftsmodelle unter Druck setzt.

Für die Heizungsindustrie bedeutet dies einen fundamentalen Strukturwandel. Unternehmen, die rechtzeitig auf Wärmepumpen-Technologie gesetzt haben, profitieren vom Boom. Traditionelle Hersteller fossiler Systeme kämpfen dagegen mit schrumpfenden Märkten. Diese Entwicklung dürfte sich 2026 fortsetzen und die Konsolidierung der Branche weiter vorantreiben.

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