Henkel führt weltweit bezahlte Elternzeit ein
Ein Schritt zur Familienfreundlichkeit: Implementierung und Herausforderungen bei der Einführung der neuen Regelung

Henkel hat sein ambitioniertes Vorhaben umgesetzt: Ab sofort können alle Mitarbeiter des Unternehmens weltweit die geschlechterunabhängige, voll bezahlte Elternzeit beantragen. Diese Maßnahme, von Henkel als Prestigeprojekt angepriesen, ermöglicht es Eltern, unabhängig von ihrem Geschlecht oder Familienstand, bis zu acht Wochen lang ihr volles Gehalt zu beziehen. Dies gilt sowohl für biologische Eltern als auch für Adoptiv- und gleichgeschlechtliche Elternpaare.
Die Initiative, von Henkel-Chef Carsten Knobel angekündigt und auf der Hauptversammlung vorgestellt, hatte jedoch mit Verzögerungen zu kämpfen. Erst im Mai wurden die technischen Systeme so weit optimiert, dass die Mitarbeiter in allen über 70 Ländern, in denen Henkel präsent ist, die Elternzeit beantragen konnten. In Deutschland wurden die entsprechenden Systeme erst kürzlich freigeschaltet.
Die Einführung der Regelung stieß nicht überall auf uneingeschränkte Zustimmung innerhalb der Belegschaft. Insbesondere die anfängliche Informationsdefizite und die Verzögerungen bei der Umsetzung führten zu Unmut. Einige Beschäftigte äußerten sich kritisch darüber, dass wesentliche Detailfragen zur Planung ihrer Elternzeit nicht rechtzeitig geklärt wurden.
Henkel verteidigte die Verzögerungen mit der Komplexität der Umsetzung. Es seien viele rechtliche und administrative Hürden zu überwinden gewesen, da es keine vergleichbaren Referenzmodelle für eine derart groß angelegte Initiative gegeben habe. Zudem habe man betont, dass die Implementierung innerhalb des festgelegten Zeitrahmens erfolgt sei.
Trotz dieser Startschwierigkeiten sieht Henkel die geschlechterunabhängige Elternzeit als einen bedeutenden Schritt zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Das Unternehmen möchte sich damit als attraktiven Arbeitgeber positionieren und seine soziale Verantwortung unterstreichen. Für die Mitarbeiter bedeutet dies eine erhebliche Erweiterung der bisherigen Unterstützungsleistungen im Bereich der Familienförderung.
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Zur AktienanalyseIn Zukunft wird sich zeigen, wie die neue Regelung von den Henkel-Beschäftigten weltweit angenommen wird und welchen Einfluss sie auf die Arbeitskultur und das Image des Unternehmens haben wird. Bislang deutet jedoch alles darauf hin, dass die geschlechterunabhängige Elternzeit bei Henkel ein wichtiger Meilenstein in der Unternehmenspolitik darstellt, der auf breite Resonanz stoßen könnte.


