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Henkel prüft Übernahme von Olaplex

Gespräche über Einstieg bei US-Haarpflegemarke offenbar im Gange

Henkel prüft Übernahme von Olaplex

Der Düsseldorfer Konsumgüterhersteller Henkel plant offenbar einen Ausbau seines Geschäfts in den USA und hat dazu ein Übernahmeangebot für den US-Haarpflegespezialisten Olaplex Holdings vorgelegt. Das geht aus einem Agenturbericht hervor, der sich auf mit der Angelegenheit vertraute Personen beruft. Demnach könnten sich beide Seiten innerhalb weniger Wochen auf eine Transaktion verständigen, wenngleich die Gespräche weiterhin als ergebnisoffen gelten und auch noch scheitern könnten.

Olaplex ist derzeit an der Börse mit rund 900 Millionen US-Dollar bewertet. Das Unternehmen hat sich auf Haarpflegeprodukte spezialisiert, die geschädigtes Haar reparieren sollen. Zum Sortiment zählen unter anderem Shampoos, Spülungen sowie weitere Pflegeprodukte, die vor allem im Premiumsegment positioniert sind. Mit der Marke ist Olaplex vor allem in den USA, aber auch international präsent.

Die Spekulationen über ein mögliches Übernahmeangebot sorgten für deutliche Kursbewegungen. Die Aktien von Olaplex legten nach Bekanntwerden der Meldung um rund 20 Prozent zu und erreichten einen Kurs von 1,62 US-Dollar. Trotz dieses Anstiegs liegt der Börsenwert weiterhin deutlich unter früheren Niveaus. Seit dem Börsengang im Jahr 2021 haben die Papiere des Unternehmens rund 94 Prozent ihres Wertes eingebüßt.

Hintergrund der Schwächephase ist eine nachlassende Nachfrage, mit der Olaplex zuletzt konfrontiert war. Das Unternehmen hatte unter zurückhaltenden Konsumausgaben und einem intensiven Wettbewerb im Markt für Haarpflegeprodukte gelitten. Diese Faktoren belasteten Umsatzentwicklung und Anlegervertrauen gleichermaßen.

Größter Aktionär von Olaplex ist die Beteiligungsgesellschaft Advent, die einen Anteil von knapp 75 Prozent hält. Advent wollte sich zu dem Bericht nicht äußern. Auch von Olaplex selbst sowie von Henkel lag zunächst keine Stellungnahme zu den Übernahmeplänen vor. Offen blieb damit auch, zu welchen Konditionen ein mögliches Angebot unterbreitet wurde und wie die strategischen Ziele einer solchen Akquisition konkret aussehen könnten.

Für Henkel würde eine Übernahme den Zugang zu einer etablierten Premiummarke im US-Markt bedeuten. Das Unternehmen ist bereits im Konsumgüterbereich aktiv und könnte sein Portfolio im Segment der Haarpflege weiter ausbauen. Ob es tatsächlich zu einer Einigung kommt, dürfte sich in den kommenden Wochen entscheiden.

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