Henkel verkauft Handelsmarken-Sparte in Nordamerika
Fokus auf Kernmarken nach Umstrukturierung und Verkauf an US-Unternehmen

Henkel hat den Verkauf seiner Handelsmarken-Sparte in Nordamerika bekannt gegeben. Der Düsseldorfer Konzern teilte mit, dass ein Tochterunternehmen des US-Konzerns First Quality Enterprises als Käufer auftritt. Das betroffene Geschäft erzielt einen Jahresumsatz von rund 500 Millionen Euro und umfasst Produkte wie Waschmittel, Weichspüler und Geschirrspülmittel, die für den nordamerikanischen Einzelhandel produziert werden.
Der Verkauf ist Teil einer umfassenden Umstrukturierung von Henkels Konsumentengeschäften, die der Konzern seit Anfang 2022 vorantreibt. Im Zuge dieser strategischen Neuausrichtung hat Henkel Marken und Geschäftsaktivitäten mit einem Gesamtumsatz von über einer Milliarde Euro entweder verkauft oder eingestellt. Der jetzt bekannt gegebene Verkauf stellt laut Unternehmensangaben den letzten Schritt in dieser Umstrukturierungsphase dar.
An den Finanzmärkten zeigte die Nachricht über den Verkauf nur eine geringe Wirkung. Die Henkel-Aktie verzeichnete einen leichten Anstieg von 0,2 Prozent. Dies deutet darauf hin, dass der Verkauf bereits von vielen Anlegern erwartet worden sein könnte oder als Teil der bekannten Umstrukturierungsstrategie des Unternehmens betrachtet wird.
Lesen Sie alles zur aktuellen Aktie der Stunde
Erfahren Sie, worum es geht und warum sich ein genauer Blick jetzt lohnt.
Zur AktienanalyseMit der Trennung von der Handelsmarken-Sparte fokussiert sich Henkel stärker auf seine Kernmarken und will die Effizienz im Konsumentengeschäft steigern. Das Unternehmen strebt damit eine klarere Markenpositionierung und eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Markt an. First Quality Enterprises, der neue Eigentümer der Handelsmarken-Sparte, erweitert durch den Erwerb sein Produktportfolio im Bereich Haushalts- und Reinigungsprodukte für den nordamerikanischen Markt.


