Hensoldt erhöht Umsatzziel auf sechs Milliarden Euro
Mehr Eurofighter-Aufträge und volle Bücher trotz sinkendem operativem Ergebnis

Der Rüstungszulieferer Hensoldt hat seine Umsatzziele für das Jahr 2030 angehoben. Statt der bislang angestrebten fünf Milliarden Euro hält das Unternehmen nun bis zu sechs Milliarden Euro für realistisch. Diese Anhebung wurde am Unternehmenssitz in Taufkirchen bei München bekannt gegeben. Als Grund nannte das Unternehmen die gestiegene Nachfrage nach militärischer Ausrüstung in Europa. Ursachen hierfür seien der Krieg in der Ukraine, anhaltende Konflikte im Nahen Osten sowie der zunehmende Druck der US-Regierung auf die Nato-Mitgliedsstaaten, ihre Verteidigungsausgaben zu erhöhen.
Vorstandschef Oliver Dörre erklärte, Hensoldt verfüge über die notwendigen Technologien, Lösungen und Kapazitäten, um in zukünftigen militärischen Beschaffungsprogrammen Deutschlands und der Europäischen Union eine bedeutende Rolle zu spielen. Aufgrund dieser Voraussetzungen sei es möglich, die Umsatzambitionen des Unternehmens um eine Milliarde Euro zu erhöhen.
Im ersten Quartal 2025 verzeichnete Hensoldt Auftragseingänge in Höhe von 701 Millionen Euro. Das entspricht einem Zuwachs von sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Insbesondere neue Bestellungen für Radarsysteme des Kampfjets Eurofighter trugen zu diesem Ergebnis bei. Der gesamte Auftragsbestand des Unternehmens belief sich Ende März auf 6,9 Milliarden Euro, was einem Anstieg von knapp 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Der Umsatz des Unternehmens stieg im ersten Quartal um 20 Prozent auf 395 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (Ebitda) ging jedoch zurück und lag bei 30 Millionen Euro, verglichen mit 33 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Als Ursache für den Rückgang nannte Hensoldt die Inbetriebnahme eines neuen Logistikzentrums im Bereich Sensorik, die die Produktivität vorübergehend beeinträchtigt habe. Finanzvorstand Christian Ladurner bezeichnete das Geschäft dennoch als sehr robust.
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Zur AktienanalyseFür das laufende Geschäftsjahr bestätigte Hensoldt seine Prognose. Erwartet wird ein Jahresumsatz zwischen 2,5 und 2,6 Milliarden Euro sowie ein Auftragseingang, der rund 20 Prozent über dem Umsatzniveau liegt. Die bereinigte operative Umsatzrendite (Ebitda-Marge) soll laut Unternehmensangaben bei etwa 18 Prozent liegen.


