ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

H&M verfehlt Gewinnerwartungen – Turnaround bleibt fraglich

Der schwedische Moderiese enttäuscht im zweiten Quartal mit schwachem Betriebsergebnis und rückläufigem Umsatz.

H&M verfehlt Gewinnerwartungen – Turnaround bleibt fraglich

H&M AB hat im zweiten Quartal einen Gewinn unter den Erwartungen der Analysten gemeldet. Das Betriebsergebnis für den Dreimonatszeitraum bis Mai belief sich auf 5,91 Milliarden Schwedische Kronen – umgerechnet rund 610 Millionen US-Dollar. Damit blieb der schwedische Fast-Fashion-Konzern deutlich hinter der durchschnittlichen Analystenschätzung von 6,3 Milliarden Kronen zurück, die im Rahmen einer Bloomberg-Umfrage ermittelt worden war.

Besonders besorgniserregend ist die Entwicklung beim Umsatz: In Lokalwährungen sank dieser um 3 Prozent. Analysten hatten lediglich eine Stagnation erwartet – also ein Nullwachstum. Das tatsächliche Ergebnis fiel damit deutlich schlechter aus als prognostiziert. Der Rückgang unterstreicht die anhaltenden Schwierigkeiten, mit denen H&M im aktuellen Marktumfeld zu kämpfen hat.

Intensiver Wettbewerb und schwache Konsumlaune belasten H&M

H&M steht unter erheblichem Druck: Einerseits kämpft der Konzern mit einem intensiven Wettbewerb im Fast-Fashion-Segment, andererseits belasten zurückhaltende Konsumausgaben das Geschäft. Verbraucher in vielen Märkten halten ihr Geld zusammen, was den Modehändlern branchenweit zu schaffen macht. Für einen Konzern, der sich mitten in einem Sanierungsprozess befindet, sind das keine günstigen Rahmenbedingungen.

Die Sanierungsbemühungen des Unternehmens stehen damit vor neuen Herausforderungen. Ein nachhaltiger Turnaround – also eine dauerhafte Trendwende hin zu profitablem Wachstum – erscheint angesichts der aktuellen Zahlen weiterhin unsicher. Investoren und Analysten beobachten die Entwicklung des schwedischen Modekonzerns daher mit wachsender Skepsis.

Ausblick auf Juni gibt wenig Anlass zur Hoffnung

Auch der Ausblick fällt verhalten aus. H&M teilte mit, dass der Umsatz im Juni voraussichtlich auf dem Niveau des Vorjahresmonats liegen wird. Eine deutliche Erholung ist damit kurzfristig nicht in Sicht. Für Anleger bedeutet dies, dass die erhoffte Beschleunigung des Turnarounds vorerst ausbleibt.

H&M ist einer der größten Modehändler der Welt und betreibt Filialen in zahlreichen Ländern, darunter auch in Deutschland. Das Unternehmen konkurriert unter anderem mit Zara-Mutterkonzern Inditex sowie mit aufstrebenden Online-Plattformen aus Asien. Gerade dieser Wettbewerbsdruck hat in den vergangenen Jahren die Margen im gesamten Fast-Fashion-Sektor unter Druck gesetzt.

Die enttäuschenden Quartalszahlen dürften die Diskussion über die strategische Ausrichtung von H&M neu entfachen. Ob die laufenden Maßnahmen zur Kostensenkung und Sortimentsoptimierung ausreichen, um den Konzern wieder auf einen stabilen Wachstumskurs zu bringen, bleibt abzuwarten. Die nächsten Quartale werden zeigen, ob H&M die Trendwende gelingt.

H&MH&M QuartalsergebnisFast FashionBetriebsergebnisTurnaroundUmsatzrückgangModehändler

Disclaimer