Holcim steigert Gewinn trotz starkem Franken
Fokus auf nachhaltige Produkte stützt Marge und bestätigt Jahresprognose

Der Schweizer Baustoffkonzern Holcim hat im dritten Quartal einen leichten Anstieg seines Gewinns verzeichnet, obwohl sich der starke Schweizer Franken negativ auf die ausgewiesenen Ergebnisse auswirkte. Das Unternehmen konnte den Währungseinfluss teilweise ausgleichen, indem es sich stärker auf margenstärkere und nachhaltigere Produkte konzentrierte.
Im Zeitraum bis Ende September stieg die operative Marge auf 20,7 Prozent. Damit gelang es Holcim, den Effekt der Währungsaufwertung abzufedern. Nach Unternehmensangaben sei die Ausweitung der Marge auf den strategischen Fokus auf höherwertige Produkte, den Ausbau des nachhaltigen Angebots sowie Fortschritte bei Dekarbonisierung und zirkulärer Bauweise zurückzuführen. Konzernchef Milan Gutovic betonte, dass diese Maßnahmen die Profitabilität langfristig stärken sollen.
In lokaler Währung erhöhte sich der wiederkehrende Betriebsgewinn im dritten Quartal um 8,1 Prozent, während er aufgrund der Währungsumrechnung in Schweizer Franken lediglich um 0,1 Prozent zulegte. Der Gewinn belief sich auf 836 Millionen Franken und lag damit leicht über den Markterwartungen, die bei 816 Millionen Franken gelegen hatten.
Die Umsätze wuchsen in lokalen Währungen um 4,9 Prozent auf 4,04 Milliarden Franken, was in Berichtswährung jedoch einem Rückgang von 2,5 Prozent entsprach. Trotz dieser Belastung bestätigte Holcim seine Jahresprognose und rechnet weiterhin mit einem Umsatzwachstum von drei bis fünf Prozent sowie einem Anstieg des wiederkehrenden Betriebsgewinns zwischen sechs und zehn Prozent in lokalen Währungen.
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Zur AktienanalyseDer Fokus auf emissionsarme Zemente und recycelte Baustoffe bleibt ein zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie. Mit der verstärkten Nutzung von Rückbaumaterialien für neue Rohstoffe will Holcim die Kreislaufwirtschaft weiter vorantreiben. Die Aktie des Unternehmens wurde im vorbörslichen Handel in Zürich um rund zwei Prozent höher erwartet.


