Holcim verstärkt Engagement im peruanischen Zementmarkt
Mehrheitsübernahme von Cementos Pacasmayo soll Wachstum und Erträge steigern

Der Schweizer Zementkonzern Holcim will seine Expansion in Lateinamerika mit einer weiteren Übernahme in Peru vorantreiben. Das Unternehmen kündigte an, eine Mehrheitsbeteiligung am peruanischen Baustoffhersteller Cementos Pacasmayo zu erwerben. Auf Basis von 100 Prozent der Anteile beläuft sich der Transaktionswert auf rund 1,5 Milliarden Dollar. Mit dem Schritt stärkt Holcim seine Präsenz in einem Markt, in den der Konzern erst vor einem Jahr eingetreten ist.
Der Abschluss der Transaktion wird für das erste Halbjahr 2026 erwartet und steht unter dem Vorbehalt der behördlichen Genehmigungen. Holcim rechnet damit, dass sich die Übernahme bereits im ersten Jahr nach Vollzug positiv auf den Gewinn je Aktie auswirken wird. Cementos Pacasmayo beschäftigt rund 2000 Mitarbeiter und zählt zu den bedeutenden Baustoffherstellern des Landes.
Das peruanische Unternehmen ist sowohl an der Börse in Lima als auch in New York notiert. Für das Jahr 2025 erwartet Cementos Pacasmayo einen Nettoumsatz von etwa 630 Millionen Dollar. Die operative Marge auf Ebitda-Basis soll bei rund 28 Prozent liegen. Holcim sieht in der Übernahme erhebliches Potenzial zur Steigerung der operativen Ergebnisse und rechnet ab dem dritten Jahr mit Synergien von rund 40 Millionen Dollar auf Ebitda-Ebene.
Die Akquisition fügt sich in die bestehende Wachstumsstrategie des Konzerns in Peru ein. Holcim war vor einem Jahr erstmals in den peruanischen Markt eingetreten und hatte damals mehrere Unternehmen übernommen. Dazu gehörten der Zement- und Industriemineralienhersteller Comacsa, der Zement- und Transportbetonproduzent Mixercon sowie die Compañía Minera Luren, die Wandlösungen herstellt. Mit diesen Zukäufen hatte Holcim die Basis für sein Geschäft in dem südamerikanischen Land gelegt.
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Zur AktienanalyseMit der geplanten Übernahme von Cementos Pacasmayo baut Holcim diese Aktivitäten nun deutlich aus. Das Unternehmen erwartet, seine Marktposition in Peru zu festigen und von der bestehenden Infrastruktur sowie der regionalen Verankerung des übernommenen Herstellers zu profitieren. Zugleich unterstreicht der Konzern mit dem Schritt seine Absicht, gezielt in wachstumsstarke Märkte Lateinamerikas zu investieren und dort langfristig Wert zu schaffen.


