Honda-Aktie bricht 6% ein: Erster Jahresverlust seit 70 Jahren
Massive Restrukturierungskosten im Elektrofahrzeug-Bereich von bis zu 15,7 Milliarden Dollar belasten den japanischen Autobauer schwer.

Die Aktie von Honda Motor hat am Freitag in Tokio einen Kurssturz von 5,6 Prozent erlitten und bei 1.368 Yen geschlossen. Damit war das Papier der zweitgrößte Verlierer im japanischen Leitindex Nikkei 225 und verzeichnete seinen stärksten Tagesverlust seit Anfang Februar 2025. Auslöser war die Ankündigung des Unternehmens, den ersten Jahresverlust seit fast 70 Jahren als börsennotiertes Unternehmen einzufahren.
Japans zweitgrößter Automobilhersteller gab am Donnerstag bekannt, mit Restrukturierungskosten von bis zu 2,5 Billionen Yen – umgerechnet rund 15,7 Milliarden Dollar – zu rechnen. Hintergrund: Honda streicht drei für die Produktion in den USA geplante Elektrofahrzeug-Modelle. Die Kosten werden auf zwei Geschäftsjahre verteilt: Bis zu 1,3 Billionen Yen fallen im laufenden Jahr an, weitere 1,2 Billionen Yen im darauffolgenden Jahr.
Doppelte Belastung durch E-Auto-Rückzug und China-Schwäche
Neben dem Rückzug aus geplanten US-Elektromodellen leidet Honda auch unter seinem schwächelnden China-Geschäft. Dort kämpft der Konzern gegen heimische Konkurrenten wie den E-Auto-Riesen BYD, der mit fortschrittlicheren, softwaregesteuerten Fahrzeugen Marktanteile gewinnt. Honda reagiert mit Abschreibungen auf seine China-Aktivitäten, was die Gesamtbelastung weiter erhöht.
Die Entwicklung zeigt exemplarisch die Herausforderungen traditioneller Automobilhersteller im globalen Wandel zur Elektromobilität. Während chinesische Hersteller und Tesla den Markt mit technologisch überlegenen Plattformen unter Druck setzen, müssen etablierte Konzerne wie Honda kostspielige Strategiewechsel vollziehen. Für deutsche Anleger, die in asiatische Autowerte investiert sind, verdeutlicht der Fall Honda die erheblichen Risiken dieses Strukturwandels.
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Zur AktienanalyseDer angekündigte Jahresverlust wäre der erste seit dem Börsengang des Unternehmens vor fast sieben Jahrzehnten – ein historischer Einschnitt für einen der bekanntesten japanischen Konzerne weltweit.


