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Hormel verfehlt Quartalsumsatz wegen schwacher Einzelhandels-Nachfrage

Der US-Lebensmittelkonzern Hormel Foods enttäuscht Analysten mit einem Umsatz von 3,03 Milliarden Dollar.

Hormel verfehlt Quartalsumsatz wegen schwacher Einzelhandels-Nachfrage

Hormel Foods hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 die Umsatzerwartungen der Analysten verfehlt. Der amerikanische Hersteller von abgepackten Lebensmitteln erzielte einen Quartalsumsatz von 3,03 Milliarden Dollar – und blieb damit hinter den von LSEG ermittelten Schätzungen von 3,07 Milliarden Dollar zurück. Beim bereinigten Gewinn je Aktie übertraf Hormel hingegen die Erwartungen: 34 Cent standen 32 Cent Analystenschätzung gegenüber.

Das Unternehmen hatte im Geschäftsjahr 2025 die Preise angehoben, um stark gestiegene Rohstoffkosten für Rind- und Schweinefleisch aufzufangen. Diese Kostensteigerungen wurden teilweise durch Unsicherheiten rund um US-Importzölle ausgelöst. Gleichzeitig kürzten Verbraucher angesichts anhaltender Inflation und wirtschaftlicher Unsicherheit ihre Ausgaben – ein ungünstiges Zusammenspiel für den Konzern.

Schwaches Einzelhandelssegment belastet Ergebnis

Besonders das Einzelhandelssegment, ein wesentlicher Umsatzträger von Hormel, steht unter Druck. Das Absatzvolumen sank im ersten Quartal um 6 Prozent, nach einem Rückgang von 4 Prozent im Vorjahreszeitraum. Zu den Belastungsfaktoren zählen der strategische Rückzug aus nicht zum Kerngeschäft gehörenden Eigenmarken-Snacknüssen sowie eine schwächere Nachfrage nach Marken- und Eigenmarken-Feinkostprodukten.

Hormel bestätigte seine Jahresprognose für den Nettoumsatz in einer Spanne von 12,2 bis 12,5 Milliarden Dollar – in Einklang mit den Markterwartungen von 12,38 Milliarden Dollar. Für den bereinigten Gewinn je Aktie 2026 erwartet das Unternehmen weiterhin 1,43 bis 1,51 Dollar, verglichen mit Analystenprognosen von 1,47 Dollar.

Im Februar verkaufte Hormel sein schwächelndes Geschäft mit ganzen Truthähnen an Life-Science Innovations. Das Unternehmen geht davon aus, dass diese Transaktion den Nettoumsatz im Geschäftsjahr 2026 um rund 50 Millionen Dollar verringern wird, bei minimalen Auswirkungen auf den bereinigten Gewinn je Aktie. Die Jahresprognose berücksichtigt diese Effekte noch nicht.

Branche unter Druck – Konkurrenten mit gemischten Ergebnissen

Die Herausforderungen für Hormel spiegeln einen breiteren Trend in der US-Lebensmittelbranche wider. Konkurrent General Mills senkte zuletzt seine Jahresprognosen wegen schwächerer Nachfrage. Fleischverarbeiter Tyson Foods hingegen überraschte positiv: Ein starkes Geflügelgeschäft überkompensierte hohe Verluste im Rindfleischbereich und bescherte dem Unternehmen einen über den Erwartungen liegenden Quartalsgewinn.

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