Huntington Ingalls Industries Aktie steigt nach starken Quartalszahlen
Der US-Rüstungskonzern übertrifft die Wall-Street-Erwartungen deutlich und hebt seine Jahresziele an.

Die Aktie von Huntington Ingalls Industries (HII) hat in der vergangenen Woche einen beeindruckenden Kursanstieg von mehr als 13% verzeichnet. Auslöser war ein starker Quartalsbericht, in dem der größte private Schiffbauer der USA Fortschritte bei der Bereitstellung von Seemacht für das US-Militär und seine Verbündeten meldete. Die Zahlen übertrafen die Erwartungen der Analysten in nahezu allen Bereichen deutlich.
Im zweiten Quartal steigerte HII seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 10,9% auf 3,4 Milliarden US-Dollar. Damit demonstriert das Unternehmen, das zu den wichtigsten Rüstungslieferanten der US-Marine zählt, eine robuste Wachstumsdynamik. Besonders stark entwickelten sich dabei beide Kernsparten des Konzerns.
Starkes Wachstum in beiden Schiffbausparten
Die Sparte Ingalls Shipbuilding verzeichnete ein Umsatzwachstum von 16,7% auf 845 Millionen US-Dollar. Treiber war vor allem die Produktion von amphibischen Angriffsschiffen, die für die Landungsoperationen der US-Marine und des Marine Corps unverzichtbar sind. Die Sparte Newport News Shipbuilding legte sogar um 15,3% auf 1,8 Milliarden US-Dollar zu – getragen durch Arbeiten an Flugzeugträgern und U-Booten, den Flaggschiffen der amerikanischen Seestreitkräfte.
Auch die Rentabilität des Unternehmens verbesserte sich spürbar. Die operative Marge kletterte von 5,3% im Vorjahresquartal auf 6,1%. Der Nettogewinn stieg um beachtliche 36,8% auf 208 Millionen US-Dollar, was einem Gewinn je Aktie von 5,27 US-Dollar entspricht. Damit ließ HII die Konsensschätzungen der Wall Street weit hinter sich: Analysten hatten laut Yahoo! Finance lediglich einen Gewinn je Aktie von 3,82 US-Dollar erwartet.
Angehobene Jahresziele signalisieren Zuversicht
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Zur AktienanalyseAngesichts der starken Quartalsentwicklung hob das Management die Jahresprognosen deutlich an. Der erwartete Jahresumsatz im Schiffbau wurde von zuvor 9,8 Milliarden auf nun rund 10,3 Milliarden US-Dollar erhöht. Gleichzeitig wurde die Zielmarke für die operative Marge von 6,0% auf 6,25% angehoben. Die Prognose für den freien Cashflow von rund 550 Millionen US-Dollar bestätigte das Management hingegen unverändert.
Die geopolitische Lage spielt HII dabei in die Karten. Die anhaltenden Konflikte im Nahen Osten und in der Ukraine verdeutlichen die strategische Bedeutung von Seestreitkräften – sowohl für bemannte als auch für unbemannte Schiffe zur Verteidigung wichtiger Seewege. Für Investoren bedeutet dies: Die Nachfrage nach den Schiffbaudienstleistungen von HII dürfte in den kommenden Jahren strukturell weiter steigen. Das Unternehmen ist damit in einem Rüstungssegment tätig, das von westlichen Regierungen mit wachsenden Budgets bedacht wird.


