ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Hyperliquid: Die Kryptobörse die niemals schließt

Während klassische Börsen am Wochenende ruhen, boomt Hyperliquid – mit 633 Milliarden Dollar Handelsvolumen allein im ersten Quartal 2026.

Hyperliquid: Die Kryptobörse die niemals schließt

Am 28. Februar 2026, kurz nach 7 Uhr europäischer Zeit, meldeten die ersten Nachrichtenportale US-amerikanische Angriffe auf den Iran. Für viele Anleger war sofort klar: Die Märkte würden erschüttert werden. Doch es war ein Samstag – klassische Börsen blieben geschlossen. Wer reagieren wollte, musste bis Montagmorgen warten.

Auf der Kryptoplattform Hyperliquid hingegen lief der Handel auf Hochtouren. Allein spezielle Ölkontrakte wurden an diesem Wochenende mit einem Volumen von 720 Millionen Dollar gehandelt. Das zeigt exemplarisch, was Hyperliquid von traditionellen Handelsplätzen unterscheidet: Die Plattform kennt keinen Feierabend und ist rund um die Uhr geöffnet – 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche.

Was Hyperliquid von klassischen Börsen unterscheidet

Auf Hyperliquid können Anleger eine breite Palette an Vermögenswerten handeln: Kryptowährungen, Öl, Gold – und sogar Beteiligungen an Unternehmen, die noch nicht börsennotiert sind. Der entscheidende Unterschied zu klassischen Börsen liegt jedoch in der Technik und den Produkten. Die Plattform basiert auf einer Blockchain, also einem digitalen Datenprotokoll, in dem Transaktionen unveränderlich gespeichert werden. Gehandelt wird nicht mit echten Aktien, sondern mit sogenannten Perpetual Futures, kurz Perps – das sind Terminkontrakte ohne Verfallsdatum. Damit ist Hyperliquid im Kern eine Derivatebörse.

Auch etablierte Kryptobörsen wie Binance oder OKX drängen zunehmend in dieses Segment. Doch Hyperliquid hat sich in kurzer Zeit eine bemerkenswerte Marktstellung erarbeitet. Martijn Rozemuller, der das Europageschäft des Vermögensverwalters VanEck leitet, beobachtet eine klare Verlagerung: Der Handel mit digitalen Vermögenswerten verschiebt sich teilweise von zentralisierten zu dezentralen Handelsplattformen.

Die Zahlen sprechen für sich: Im ersten Quartal 2026 erzielte Hyperliquid ein Handelsvolumen von 633 Milliarden Dollar – sechsmal so viel wie noch im zweiten Quartal 2024. Mitte Juni lag das tägliche Volumen zwischen fünf und acht Milliarden Dollar und damit etwa auf dem Niveau des Kassamarktes von Xetra, dem elektronischen Handelssystem der Deutschen Börse.

Vorbörslicher Handel und neue Risiken

Nach dem Ölpreisschock durch den Iran-Angriff sorgte Hyperliquid erneut für Aufsehen: Seit Mitte Mai konnten Anleger bereits über Perps in die Weltraumfirma SpaceX investieren – gut einen Monat vor dem eigentlichen Börsengang. Einige Marktbeobachter sehen darin einen Vorteil, weil Anleger so eine erste Wertindikation vor dem IPO erhalten.

Theoretisch kann jeder Marktteilnehmer auf Hyperliquid einen Perp auflegen. Dafür ist jedoch ein Pfand in Form des plattformeigenen Tokens HYPE erforderlich. Laut Protokollrichtlinien müssen Emittenten 500.000 HYPE-Token hinterlegen – zuletzt im Wert von rund 34 Millionen Dollar. Alternativ lässt sich das Kapital über einen gemeinschaftlichen Pool aufbringen.

Allerdings können Emittenten ihre Perps auch wieder vom Markt nehmen. Das geschah zuletzt bei Derivaten auf die KI-Unternehmen OpenAI und Anthropic: Der Handel wurde gestoppt, Anleger wurden ausgezahlt – wobei einige dabei möglicherweise Verluste realisieren mussten. Zwar schließen auch klassische Anbieter gelegentlich Finanzprodukte, in der Kryptowelt geschieht das jedoch oft deutlich schneller und mit weniger Vorwarnung.

Weitere Risiken sollten Anleger kennen: Perps bilden zwar die Kursentwicklung des jeweiligen Basiswerts ab, gewähren aber keine Aktionärsrechte. Stimmrechte und Dividenden bleiben außen vor. Zudem können einzelne Werte auf der Plattform weniger liquide sein, sodass schon geringe Kauf- oder Verkaufsaufträge den Kurs spürbar bewegen. Verstärkt wird dieses Risiko durch die auf der Plattform populären Hebelfunktionen. Prominent vorgeschlagen wird ein 20-facher Hebel – der jedoch auch in die Gegenrichtung wirkt: Fällt der Kurs um nur fünf Prozent, droht der Totalverlust.

HYPE-Token: Profiteur des Plattformwachstums

Wer auf Hyperliquid handeln möchte, muss zunächst eine Kryptowallet mit der Plattform verbinden. Zahlungen laufen nicht in Euro oder Dollar, sondern hauptsächlich über den Stablecoin USDC – eine Kryptowährung, deren Wert stabil bei einem US-Dollar gehalten werden soll.

Vom wachsenden Erfolg der Plattform können Anleger auch indirekt profitieren – über den Token HYPE. Während Bitcoin zuletzt stark unter Druck stand, legte HYPE auf Jahressicht um rund 65 Prozent zu. Der Token notiert nur etwa zehn Prozent unter seinem im Juni erreichten Rekordhoch und gehört mit einer Marktkapitalisierung von 17,5 Milliarden Dollar inzwischen zu den zehn größten Kryptowährungen weltweit.

Das Geschäftsmodell dahinter ist klar: Je mehr auf Hyperliquid gehandelt wird, desto höher die Gebühreneinnahmen. Das hinter der Plattform stehende Unternehmen Hyperliquid Labs nutzt bis zu 99 Prozent der Protokollgebühren, um HYPE-Token zurückzukaufen. Ähnlich wie bei einem Aktienrückkaufprogramm schrumpft dadurch das Angebot – bei gleichbleibender oder steigender Nachfrage kann der Preis steigen. Sinkt die Handelsaktivität jedoch, wirkt sich das tendenziell auch negativ auf den HYPE-Kurs aus.

HyperliquidHype TokenPerpetual FuturesKryptobörseDezentrale BörseKryptowährungen HandelnDefi Handel

Disclaimer