Hyundai Motor: Gewinneinbruch um 40 Prozent durch US-Zölle
Südkoreanischer Autokonzern verfehlt Analystenerwartungen deutlich – US-Importzölle belasten Ergebnis mit 1,5 Billionen Won

Der südkoreanische Automobilhersteller Hyundai Motor hat im vierten Quartal 2024 einen drastischen Gewinneinbruch verzeichnet. Der Betriebsgewinn sank um 40 Prozent auf 1,7 Billionen Won (1,19 Milliarden US-Dollar), wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten mit 2,7 Billionen Won gerechnet – die tatsächlichen Zahlen lagen damit deutlich unter den Erwartungen.
Hauptverantwortlich für den Rückgang sind US-Importzölle, die Hyundai weiterhin mit 15 Prozent belasten. Diese Abgabe wurde im November in einem Handelsabkommen zwischen Seoul und Washington festgelegt. Allein im vierten Quartal drückten die Zölle den Betriebsgewinn um 1,5 Billionen Won. Selbst der schwächere Won-Kurs, der normalerweise südkoreanische Exporteure begünstigt, konnte diesen negativen Effekt nicht ausgleichen.
Auch beim Umsatz verfehlte Hyundai die Prognosen: Mit 46,8 Billionen Won lag der Erlös unter den erwarteten 48,1 Billionen Won. Im Vorjahresquartal hatte der Betriebsgewinn noch bei 2,8 Billionen Won gelegen.
Starker Absatz trotz Margendruck
Trotz der finanziellen Belastungen zeigt sich die operative Entwicklung robust. Hyundai verkaufte gemeinsam mit dem verbundenen Unternehmen Kia Corp im Jahr 2025 insgesamt 7,27 Millionen Fahrzeuge weltweit. Damit bilden die beiden südkoreanischen Hersteller gemessen am Absatz den drittgrößten Automobilkonzern der Welt.
Besonders bemerkenswert: In Nordamerika verzeichnete Hyundai trotz der erhöhten Zölle eine starke Nachfrage. Dies unterstreicht die Wettbewerbsfähigkeit der Modellpalette, zeigt aber auch, dass die Zölle primär die Gewinnmargen belasten, während das Absatzvolumen stabil bleibt.
Vorsichtiger Ausblick für 2026
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Zur AktienanalyseFür das laufende Jahr 2026 gibt sich Hyundai verhalten optimistisch. Das Management strebt eine operative Marge zwischen 6,3 und 7,3 Prozent an. Beim Umsatz erwartet der Konzern ein moderates Wachstum von 1 bis 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Diese konservative Prognose spiegelt die anhaltende Unsicherheit durch die US-Handelspolitik wider. Solange die 15-prozentigen Zölle bestehen bleiben, wird Hyundai weiterhin unter Margendruck stehen – trotz starker Absatzzahlen und eines günstigen Wechselkurses.


