ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

IBM-Kurssturz: Warum Palantir jetzt im Fokus steht

IBMs 25-Prozent-Einbruch zeigt, wie Hardware-Ausgaben Software-Budgets verdrängen – und warum Palantir davon profitieren könnte.

IBM-Kurssturz: Warum Palantir jetzt im Fokus steht

Die IBM-Aktie verlor am 14. Juli dramatische 25 Prozent, nachdem der Konzern vorläufige Ergebnisse für das zweite Quartal veröffentlicht hatte. CEO Arvind Krishna erklärte, dass Unternehmenskunden ihre Ausgaben verstärkt in Richtung Server, Speicher und Arbeitsspeicher verlagerten – getrieben von weiter steigenden Hardwarepreisen. Die Folge: Zahlreiche große Software-Deals wurden verschoben, vor allem im Mainframe- und Transaktionsverarbeitungsgeschäft.

Dieser Trend verdeutlicht eine grundlegende Verschiebung in der KI-Investitionslandschaft. Unternehmen weltweit bauen zunächst ihre physische Infrastruktur für künstliche Intelligenz aus, bevor sie in Software investieren. Krishna selbst räumte in der Telefonkonferenz ein, dass sich der „Wert zunehmend in Richtung der Orchestrierungs- und Datenebenen verschieben wird" – eine Einschätzung, die für IBM kurzfristig wenig tröstlich ist, langfristig aber die Richtung vorgibt.

IBM ist kein reiner KI-Spieler, sondern ein breit aufgestellter Technologiekonzern, bei dem Software, Beratung und Infrastruktur jeweils eigenen Zyklen folgen. Zu den KI-bezogenen Initiativen zählen Sovereign Core für prüfbare Laufzeitkontrolle, das übernommene Unternehmen Confluent für Datenstreaming sowie Lightwell – eine Verpflichtung in Höhe von 5 Milliarden US-Dollar zur Behebung von Open-Source-Schwachstellen. Trotz dieser Bemühungen bleibt IBM ein Schwergewicht mit vielen Baustellen.

Palantir als Pure-Play-Alternative

Während IBM kämpft, rückt Palantir Technologies in den Fokus der Anleger. Das US-Unternehmen hat sich eine starke Marktposition erarbeitet, indem es Unternehmensdaten in konkrete Entscheidungen umwandelt. Seine Plattformen – darunter Foundry und die Artificial Intelligence Platform – integrieren die Daten eines Unternehmens und führen KI-gestützte Anwendungen direkt aus. Palantir ist damit ein konzentrierter, reiner Anbieter in jenem Bereich, in dem IBM nur einer von vielen Akteuren ist.

Die Wachstumszahlen von Palantir sind beeindruckend: Im Mai meldete das Unternehmen ein Umsatzwachstum von 85 Prozent – das elfte Quartal in Folge mit einer Wachstumsbeschleunigung. Gleichzeitig stiegen die operativen Margen im Jahresvergleich von 44 auf 60 Prozent, was auf einen starken operativen Leverage hindeutet. Bestandskunden weiten ihre Ausgaben kontinuierlich aus, die Net Dollar Retention liegt bei 150 Prozent.

Besonders bemerkenswert ist der Auftragsbestand: Der Gesamtwert der verbleibenden Aufträge stieg um 98 Prozent auf fast 12 Milliarden US-Dollar. Das signalisiert eine hohe Kundenbindung und eine robuste Nachfrage nach Palantirs Lösungen – auch über das aktuelle Quartal hinaus.

Bewertung bleibt eine Herausforderung

Der entscheidende Haken bei Palantir ist die Bewertung. Die Aktie wird derzeit mit etwa dem 39-Fachen des diesjährigen Umsatzes und dem 67-Fachen der Prognose für den freien Cashflow gehandelt. Das ist selbst für ein Wachstumsunternehmen ambitioniert. IBM erscheint mit dem 17-Fachen des erwarteten Gewinns deutlich günstiger – allerdings nicht zwingend attraktiver, da die einzelnen Segmente in einer KI-geprägten Zukunft sehr unterschiedlich performen dürften.

Nach einem Kursrückgang von rund 30 Prozent in diesem Jahr erscheinen Palantir-Aktien allmählich angemessener bewertet. Das Wachstumspotenzial ist unbestritten, und die Barmittelreserven wachsen weiter. Für risikobewusste Anleger bleibt die Frage, ob der aktuelle Rücksetzer bereits einen attraktiven Einstiegspunkt darstellt oder ob weitere Korrekturen folgen könnten. Die Fundamentaldaten sprechen für Palantir – die Bewertung mahnt jedoch zur Vorsicht.

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