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IBM plant Milliardenkauf von Confluent

Geplanter Deal soll Cloud-Geschäft und Dateninfrastruktur deutlich stärken

IBM plant Milliardenkauf von Confluent

Der US-Technologiekonzern IBM befindet sich laut einem Medienbericht in weit fortgeschrittenen Gesprächen über die Übernahme des Dateninfrastruktur-Anbieters Confluent. Der mögliche Kaufpreis soll bei rund elf Milliarden Dollar liegen. Die Informationen stammen von Personen, die mit dem Vorgang vertraut sind. Die geplante Akquisition würde einen bedeutenden Schritt für IBM darstellen, da der Konzern sein Geschäft im Bereich Cloud-Dienste strategisch ausbauen möchte. Nach dem Bericht könnte die Entscheidung bereits am Montag öffentlich gemacht werden, während die beteiligten Unternehmen bislang keine Stellungnahmen abgegeben haben.

Confluent bietet eine Open-Source-Plattform an, die sich auf die Verarbeitung großer Mengen von Echtzeitdaten spezialisiert hat. Diese Technologie wird unter anderem für Analyseprozesse in Bereichen wie Finanztransaktionen oder Nutzungsdaten von Websites eingesetzt. Die Plattform bildet eine Grundlage für Anwendungen, die auf eine unmittelbare Auswertung von Daten angewiesen sind. Durch die mögliche Integration dieser Technologie würde IBM sein Angebot im Bereich Dateninfrastruktur erweitern und den Zugang zu einem Markt stärken, dessen Wachstum in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen hat.

Bereits im Oktober war berichtet worden, dass Confluent eine mögliche Veräußerung prüfe. Anlass dafür war das Interesse mehrerer potenzieller Käufer. Die Gespräche entwickelten sich weiter, nachdem Investoren und Branchenbeobachter verstärkt darauf hingewiesen hatten, dass der Markt für Datenverarbeitung in Echtzeit zunehmend an Bedeutung gewinnt. Für IBM könnte die Übernahme eine Ergänzung der bestehenden Cloud-Strategie darstellen, die das Unternehmen in den vergangenen Jahren schrittweise angepasst und neu ausgerichtet hat.

Mit dem geplanten Schritt würde IBM eine der größten Transaktionen der jüngeren Unternehmensgeschichte vollziehen. Der Konzern verfolgt seit einiger Zeit das Ziel, seine Position im Wettbewerb mit anderen Anbietern von Cloud-Lösungen zu festigen und stärker auf Technologien zu setzen, die unmittelbare Datenströme verarbeiten können. Der Markt reagiert sensibel auf solche Entwicklungen, da Echtzeitdaten in vielen Wirtschaftszweigen zu einem zentralen Bestandteil digitaler Infrastruktur geworden sind. Die endgültige Entscheidung und die Bekanntgabe der Übernahme werden weiterhin erwartet.

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