ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

IBM senkt Jahresprognose nach Mainframe-Umsatzeinbruch von 42 Prozent

IBM warnt Anleger vor schwächerem Wachstum – eine Woche nach dem schlimmsten Kursverlust der Unternehmensgeschichte.

IBM senkt Jahresprognose nach Mainframe-Umsatzeinbruch von 42 Prozent

IBM hat am Mittwoch seinen Wachstumsausblick für das Gesamtjahr nach unten korrigiert. Das Technologieunternehmen erwartet nun ein Umsatzwachstum zwischen 4% und 5% – statt der zu Jahresbeginn prognostizierten mehr als 5%. Die Warnung kommt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt für „Big Blue".

Erst eine Woche zuvor hatte IBM den schwersten Kursverlust an einem einzigen Handelstag in seiner gesamten Unternehmensgeschichte erlitten. Damals stellte die Geschäftsführung in einem ungewöhnlichen Schritt bereits vorab enttäuschende Ergebnisse in Aussicht – und vernichtete damit rund 67 Milliarden US-Dollar an Börsenwert. Die nun offiziell veröffentlichten Quartalszahlen bestätigen diese vorzeitig kommunizierten Daten.

Mainframe-Geschäft bricht massiv ein

Der Infrastrukturumsatz von IBM belief sich im zweiten Quartal auf 3,8 Milliarden US-Dollar – ein Rückgang von 7% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Hauptverantwortlich für diesen Rückgang sind die Verkäufe von Rechenzentrum-Mainframes, die um dramatische 42% einbrachen. Mainframes sind Hochleistungsrechner, die vor allem von Großunternehmen und Banken für die Verarbeitung enormer Datenmengen eingesetzt werden.

Der Einbruch im Mainframe-Segment belastet die gesamte Infrastruktursparte des Konzerns erheblich. Diese Sparte umfasst neben den klassischen Großrechnern auch weitere Hardware- und Infrastrukturlösungen für Unternehmenskunden. Ein Rückgang in dieser Größenordnung ist selbst für einen Konzern mit der Größe und Geschichte von IBM eine außergewöhnliche Entwicklung.

Hintergrund: IBMs schwieriger Wandel

IBM ist eines der ältesten und bekanntesten Technologieunternehmen der Welt und seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil vieler institutioneller Portfolios. Der Konzern befindet sich seit Jahren in einem tiefgreifenden Transformationsprozess – weg vom klassischen Hardware-Geschäft, hin zu Cloud-Diensten und Künstlicher Intelligenz. Der aktuelle Einbruch im Mainframe-Bereich verdeutlicht, wie herausfordernd dieser Wandel nach wie vor ist.

Für deutsche Privatanleger ist IBM vor allem als Dividendentitel und als Bestandteil globaler Technologieindizes relevant. Der massive Kursverlust der Vorwoche sowie die nun gesenkten Jahresprognosen dürften die Stimmung rund um die Aktie vorerst belasten. Anleger beobachten nun genau, ob IBM im zweiten Halbjahr gegensteuern kann.

Die Kombination aus einem historischen Kursverlust, einem 42-prozentigen Einbruch im Mainframe-Geschäft und einer gesenkten Jahresprognose stellt IBM vor erhebliche Herausforderungen. Ob das Unternehmen die Wachstumsziele im unteren Bereich der neuen Spanne von 4% bis 5% erreichen kann, wird maßgeblich davon abhängen, wie sich das Infrastrukturgeschäft in den kommenden Quartalen entwickelt.

IBMMainframeUmsatzrückgangJahresprognoseInfrastrukturBörsenwertTechnologieaktie

Disclaimer